Schwerstarbeit für virtuelle Server

Schwerstarbeit für virtuelle Server

15. Mai 2009 - Virtualisierung ist gegenwärtig ein grosses Thema in der IT. Neben den vielen, unbestrittenen Vorteilen wie beispielsweise der effizienten Nutzung der Ressourcen sind aber die Performance-Auswirkungen
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

Virtualisierung ist gegenwärtig ein grosses Thema in der IT. Neben den vielen, unbestrittenen Vorteilen wie beispielsweise der effizienten Nutzung der Ressourcen sind aber die Performance-Auswirkungen auf die Applikationen oft nicht bekannt.


Das unabhängige Beratungsunternehmen In&Out hat sich genau dieser Frage für eine der «Königsapplikationen» der IT, nämlich Oracle 10g, angenommen. Zusammen mit dem VMware Premium Partner Osys haben sie den Performanceimpact von Oracle 10g unter VMware ESX mit der Oracle Benchmark Suite Orabench gemessen.

Als virtueller Server diente VMware ESX 3.5 Update 2 Build 123629. Als physischer Server wurde zum Vergleich ein IBM Blade HS21 mit zwei Intel-Xeon-5130-Dualcore-Prozessoren mit 2 GHz, 4 GB RAM, 1x 4 GB/s FC und dem OS Suse Linux SLES 10 64-Bit verwendet. Storage-seitig war man mit einem IBM DS 4700 inklusive 16 FC-Disks mit 146 GB und 15 krpm ausgestattet.



Oracle 10g auf VMware ESX

Die Berater von In&Out haben die Performance der gesamten Infrastruktur (Datenbank, Server, Storage) gemessen, die für Datenbanken repräsentative Einsatzgebiete darstellt. Dazu wurde die PL/SQL-Ausführung, das Laden, Scannen, Selektieren, Aktualisieren und Aggregieren von Daten genaustens unter die Lupe genommen.


Das Ergebnis ist erfreulich: Der Impact der Virtualisierung für eine komplexe und ressourcen-intensive Applikation wie Oracle 10g ist insgesamt relativ gering. Die Performance-Einbussen liegen zwischen 8 und 15 Prozent. «Es fällt allerdings auf, dass sich der Verlust mit zunehmender Parallelität verdoppelt», meint man bei In&Out. Gleichzeitig fügt man aber an, dass die Auswirkungen auf die Performance auf applikatorischer Seite um ein Vielfaches gravierender ausfallen können als durch die Virtualisierung. Dort spreche man dann von Unterschieden von bis zu 1000 Prozent.

Weiter ist den Beratern in ihren Tests aufgefallen, dass einzelne Szenarien auf dem virtuellen Server eine deutlich erhöhte CPU-Belastung auslösen. Die könnte bei einem Ressourcen-Engpass zu einer merklich reduzierten Performance führen. Für Systeme mit höchsten Anforderungen ist deshalb Vorsicht geboten. Ansonsten müssen sich virtuelle Server also selbst vor leistungshungrigen Applikationen nicht verstecken. (mv)


(mv)

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