Test Center – Vergleichstest mobile Zusatzdisplays

Zusatzdisplays für das Mehr an Displayfläche

Zusatzdisplays für das Mehr an Displayfläche

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/10

Ein Pluspunkt bei aller Kritik

Ebenfalls eher enttäuschend ist das Bild des I1601P. Selbst im Vergleich mit dem Display unseres doch schon etwas betagten Arbeitsnotebooks wirkt es blass und ist deutlich dunkler, selbst wenn man die Helligkeit auf 100 Prozent schraubt, und genau gleich verhält es sich neben dem externen Display von Dell, das wir mitgetestet haben.

Die Verarbeitung des AOC-Monitors mit seiner Rückseite aus Metall ist ebenfalls nicht über alle Zweifel erhaben. Beim Übergang des Metallgehäuses zum Kunststoffrahmen an der Front steht ebendieser Rahmen spürbar über das Gehäuse hinaus – teils mehr, teils weniger – sodass der Kunststoffrahmen mit dem Fingernagel sogar deutlich angehoben werden kann. A propos Rahmen. Dieser ist mit rund 15 Millimetern seitlich und oben auch eher breit ausgefallen. Und mit einem Gewicht von 828 Gramm respektive 1110 Gramm inklusive Smart Cover, das man als Ständer ja zwingend braucht, ist der I1601P auch alles andere als ein Leichtgewicht.

Bei aller Kritik gibt es einen Punkt, der für das Gerät aus dem Hause AOC spricht: Das bereits erwähnte Kabel, dass über hybride USB-Konnektivität verfügt, in Verbindung mit der Displaylink-Technologie. Hybride USB-Konnektivität bedeutet, dass das mitgelieferte USB-C-Kabel auf der einen Seite über einen integrierten Aufsatz verfügt, mit dem der eine USB-C-Anschluss in einen USB-A-Port verwandelt werden kann. Damit und mit der Unterstützung für Displaylink wird es möglich, das Zusatzdisplay auch an ein älteres Notebook via USB-A zu hängen, wobei auch dann sowohl Strom wie Bild über dieses eine, etwas gar steife Kabel übertragen wird. Wer nun wie wir davon ausgeht, dass das über USB-A angeschlossenen externe Display nun mit massiver Latenz enttäuscht, wird eines Besseren belehrt. Man merkt keinen Unterschied, ob das Display nun via USB-A oder USB-C angeschlossen ist, selbst dann, wenn man Fenster herumschiebt oder HD-Videos laufen lässt, alles ist flüssig.

Solide Arbeit von Dell

Ein mobiles Zweitdisplay kann auch dazu verwendet werden, mit seinem Gegenüber den Bildschirm zu teilen. (Quelle: Dell)
Bei Dells C1422H handelt es sich um ein 14-Zoll-Modell im Seitenverhältnis 16:9, das ebenfalls mit Full HD bei 60 Hz auflöst. Die Helligkeit des IPS-Panels gibt Dell mit 300 Nits an, den Kontrast mit 700:1, die Reaktionszeit mit 6 Millisekunden und den Betrachtungswinkel mit 178 Grad.

Im Paket von Dell findet sich neben dem Monitor eine Hülle aus grauem Filz, die optisch Geschmackssache ist, sowie ein USB-C-Kabel. Wie beispielsweise Lenovo beim Thinkvision M14, das wir auch schon getestet haben (vgl. Ausgabe 10/2020) setzt auch Dell auf einen ausklappbaren Standfuss, der sich über die ganze Breite des Displays zieht. Das hat eine Reihe von Vorteilen, etwa den, dass die USB-C-Anschlüsse in den Fuss inte­griert sind (je einer links und rechts), so dass man das Display bündig ans Notebook schieben kann. Ist der Anschluss wie beim AOC-Modell in den linken Displayrand integriert, ist dies zumindest einseitig nicht möglich. Die zwei Anschlüsse beim Dell-Display sowie das sogenannte Pass-Through-Charging erlauben es zudem, am freien USB-C-Port ein Gerät zum Aufladen anzuschliessen. Auch was den Aufstellwinkel angeht, ist das Dell-Display deutlich flexibler, kann es doch von zirka 5 bis 90 Grad stufenlos verstellt werden – wobei es ab zirka 70 Grad nicht mehr besonders standfest ist. Zudem ist das eigentliche Panel sehr viel dünner als dasjenige von AOC, während in den Fuss nebst den USB-C-Anschlüssen auch ein Power-Button, ein Button für mehr oder weniger Blaulicht und zwei Buttons für das Verstellen der Helligkeit angebracht sind. Ein eigentliches On-Screen-Menü kennt das Display von Dell nicht, während dasjenige von AOC hier doch einige Möglichkeiten zur Anpassung bietet, etwa verschiedene HDR-Modi, einen Regler für den Kontrast oder für die Anpassung der Reaktionszeit.

Deutlich die Nase vorn im Vergleich mit dem Display von AOC hat Dells C1422H was die Bildqualität angeht – wir haben es bereits angetönt. Der Monitor von Dell ist nicht nur sichtbar heller, sondern stellt Farben auch klar satter dar. Was man beiden Displays zugutehalten muss ist, dass sie kaum spiegeln.

Bezüglich Verarbeitung wirkt das Gerät von Dell wertig – abgesehen vielleicht von den Buttons, die doch deutlich Spiel haben und etwas lotterig wirken. Dafür ist der Displayrand mit etwas mehr als 6 Millimetern recht dünn, was den Monitor auch edel erscheinen lässt. Und mit gut 600 Gramm ist die Lösung auch deutlich mobiler als das Display des Mitbewerbers.

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