Test Center – Vergleichstest LTE-Router

Ein Backup für das fixe Internet

Ein Backup für das fixe Internet

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/09

Zyxel LTE4506 Homespot

Der LTE4506 4G LTE-A Homespot von Zyxel ist der kleinste und leichteste der drei LTE-Router in unserem Vergleichstest. Er lässt sich via Micro-USB- Anschuss ausserdem auch mit Akku-Packs betreiben. (Quelle: Zyxel)
Nur etwa faustgross ist der zylinderförmige und 150 Gramm leichte LTE4506 4G LTE-A Homespot von Zyxel. Er ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch der kompakteste der drei LTE-Router. Trotzdem setzt man auch hier noch nicht auf Nano-, sondern Micro-SIM-Karten. Und aufgepasst: In der Bedienungsanleitung wird ausdrücklich davon abgeraten, einen Adapter zu nutzen, weil er den Slot unten am Gerät beschädigen könnte. Etwas spartanisch, aber aufgrund der kompakten Grösse nicht weiter verwunderlich ist das Angebot an Anschlüssen. Man findet lediglich einen Gigabit-LAN- sowie einen Micro-USB-Anschluss, wobei letzterer für die Stromzufuhr da ist. Zyxel erwähnt diesbezüglich, dass man auf diesem Weg auch Akku-Packs oder sogenannte Power Banks anschliessen kann, um das Gerät auch unterwegs mit Strom zu versorgen und nutzbar zu machen.

Im Gegensatz zur Fritz!Box 6820 LTE von AVM und zum LTE CPE E5186s-22a von Huawei bietet Zyxel nur drei kleine LEDs, je eine für den WLAN-, Internet- und Mobilfunk-Status, also keine detaillierte Anzeige der Signalstärke direkt am Router. Recht innovativ ist derweil der Deckel des LTE4506 4G LTE-A Homespot, den man wie einen Buzzer nach unten drücken kann. Ein kurzes Drücken schaltet das WLAN ein oder aus, ein Drücken für mindestens fünf Sekunden startet das Wi-Fi Protected Setup (WPS). Der Zyxel-Router bietet wie das Gerät von Huawei den aktuellen ac-WLAN-Standard. Aber: Noch lange nicht alle Geräte bieten ac-WLAN und darum werden von beiden nach wie vor auch 802.11 a/b/g/n unterstützt. In der optisch sehr ansprechenden, modernen Admin-Oberfläche des Zyxel-Routers kann man die verschiedenen Frequenzbänder und noch viel mehr anpassen. Unter anderem findet man hier auch spezielle Anwendungen wie beispielsweise eine Kontaktliste oder die Möglichkeit, SMS zu verschicken und zu empfangen.

Natürlich erreicht man das Admin-Portal von Zyxel auch via Handy und den mobilen Browser. Der Huawei E5186 ist ausserdem mit der Huawei Hilink (Mobile WiFi) App kompatibel, somit lassen sich auf Smartphones und Tablets mit Android- oder iOS-Betriebssystem die meisten Informationen auch bequem per App abrufen. AVM bietet derweil die Fritz!App WLAN zum Verbinden mit dem Router und Details zur WLAN-Verbindung, allerdings gibt es diese App derzeit nur für Android.

Fazit

Das Mobilfunknetz von Salt und die drei getesteten LTE-Router taugten in unserem Fall alle als temporär Ersatz für das stationäre Internet. Wenn man sogar ganz auf das Mobilfunknetz setzen will, dann hat der Testsieger von Huawei die Nase vorn. Er garantiert hohe Geschwindigkeiten und bietet am meisten (Kabel-)Anschlüsse. Die Vorteile der anderen beiden Geräte liegen derweil in ihrer Kompaktheit, wobei der Zyxel- im Vergleich zum AVM-Router dank LTE-A und ac-WLAN bestimmt die zukunftssicherere Wahl ist, dafür aber nicht so eine mächtige Admin-Konsole bietet. So oder so: Den LTE-Router sollte man unbedingt bereits vor einem möglichen Internet-Ausfall schon einmal richtig in Betrieb genommen und in das bestehende Netzwerk integriert haben. Nur so klappt es im Fall der Fälle ganz sicher auch mit allen Logins, Netzwerkzugriffen und so weiter und man erlebt keine zweite, böse Überraschung. (mv)
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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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