Integriertes Management von Smartphone & Co.

Integriertes Management von Smartphone & Co.

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/11
Aus Unternehmenssicht geht es hier aber primär darum, die mobilen Geräte, die das Unternehmen verwalten kann und darf, unter Kontrolle zu halten. Das sind vergleichsweise selten eigenen Geräte der Mitarbeiter und viel häufiger Geräte, die vom Unternehmen bereitgestellt werden. Hier etablieren sich zunehmend die Begriffe Corporate Owned Device (COD) und Corporate Owned, Personally Enabled (COPE). Es geht also um mobile Geräte, die vom Unternehmen bereitgestellt werden und die entweder nur im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses oder auch teilweise privat genutzt werden dürfen. Die «own Devices» zählen dann dazu, wenn Unternehmen auch verwaltend auf sie zugreifen können.
Dass man diese Geräte im Griff behalten muss, steht ausser Frage. Die heutigen Smartphones und Tablets sind viel leistungsfähiger als es noch vor wenigen Jahren PCs waren. Es gibt immer mehr davon, in immer mehr Varianten. Sie sind faktisch zu einem festen Element unter den Arbeitsmitteln geworden, die in Unternehmen und von deren Mitarbeitern genutzt werden.

Integriertes Management statt Sonderlösungen

Diese Aufgabe des Managements von mobilen Endgeräten fällt heute typischerweise der IT zu, selbst in grossen Unternehmen, in denen es auch einen eigenständigen Bereich für das Management der Telekommunikation gibt. Die Geräte sind längst nicht mehr in erster Linie – oder im Fall von Tablets überhaupt nicht mehr – als Telekommunikationsgeräte zu verstehen, sondern als IT-Endgeräte. Auf ihnen werden Apps installiert, um neue Funktionen zu nutzen. Es können Daten gespeichert werden. Und mit Windows 8 wird es dann noch deutlich mehr Mischformen zwischen den mobilen Endgeräten und dem App-Konzept auf der einen Seite und der klassischen Erscheinungsform von PCs und Notebooks mit darauf installierten Anwendungen geben.
Diese Entwicklung bedeutet auch, dass eine Trennung des Managements solcher Geräte von der Verwaltung der heutigen IT-Endgeräte wenig Sinn macht. Das Gebot der Stunde ist ein integriertes Management statt der Einführung von Punktlösungen ausschliesslich für mobile Geräte.
Noch zeigt der Markt aber ein deutlich anderes Bild – es gibt eine grosse Gruppe von Anbietern mit spezialisierten Lösungen ausschliesslich für das Management mobiler Endgeräte und eine recht kleine Zahl von Anbietern, die auf integrierte Lösungen setzen. Hinzu kommt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Produkte, die rein auf mobile Endgeräte ausgerichtet sind, zudem nur einen Teil der mobilen Endgeräte unterstützt, überwiegend die Geräte mit iOS oder Android als Betriebssystem. Das ist aber gerade aus Sicht von Unternehmen, in denen es häufig Blackberry-Geräte gibt und bei denen vielleicht auch Windows-8-basierende Geräte schnell eine Rolle spielen werden, eine kaum akzeptable Einschränkung. Die Zielsetzung muss sein, dass man flexibel all die Geräte verwalten kann, die das Unternehmen heute für seine Mitarbeiter bereitstellt.

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