Microsoft hat zum Patch Tuesday im März 2026 insgesamt 84 neue Sicherheitslücken in seinen Produkten geschlossen. Zusammen mit Updates für Drittkomponenten und Chromium-basierter Software kommt man auf 94 behobene Schwachstellen. Acht der Lücken stuft der Hersteller als kritisch, die übrigen überwiegend als wichtig ein. Betroffen sind unter anderem Windows und dessen Komponenten, Office, Azure-Dienste, SQL Server, Hyper-V und Edge, wie eine vertiefte Analyse der Zero Day Initiative (ZDI) von
Trend Micro zeigt.
Im Gegensatz zum Vormonat meldet
Microsoft diesmal keine aktiv ausgenutzten Schwachstellen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Allerdings gelten zwei der Sicherheitslücken bereits als öffentlich bekannt, was potenziell das Risiko für kurzfristige Exploits erhöht.
Zu den bemerkenswerten Patches gehört eine Informationsleck-Schwachstelle in Microsoft Excel (CVE-2026-26144). Sie basiert auf einem Cross-Site-Scripting-Bug und könnte in Verbindung mit dem KI-Assistenten Copilot genutzt werden, um Daten ohne Benutzerinteraktion aus einem System auszuleiten. Ebenfalls relevant sind zwei Remote-Code-Execution-Lücken in Microsoft Office, die (erneut –
siehe Februar-Patchday) über die Vorschaufenster-Funktion ausgenutzt werden können.
Besondere Aufmerksamkeit empfehlen Sicherheitsforscher ausserdem für eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle im Windows Print Spooler (CVE-2026-23669). Ein authentifizierter Angreifer könnte durch speziell präparierte Nachrichten beliebigen Code auf einem Zielsystem ausführen, ohne weitere Benutzerinteraktion.
Die gesamte Liste aller geschlossenen Lücken
ist hier zu finden.
(win)