Social Media Marketing für KMU

Social Media Marketing für KMU

29. September 2012 - Von Corinne Jakob

Social Media erlaubt effizientes Marketing mit guten Ideen anstatt mit hohen Marketing-Budgets. Allerdings ist Social Media Marketing zeitaufwendig und braucht Erfahrung.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10

Chancen für KMU

Soziale Medien machen es möglich, ohne teure Anzeigen Marketing zu betreiben. Mit guten Ideen und Beiträgen können sich KMU einem breiten Publikum bekannt machen, Informationen verbreiten, das Firmen-Image pflegen und einen Dialog mit (potentiellen) Kunden, Mitarbeitern, Konkurrenten und Gleichgesinnten aufbauen. Welche sozialen Kanäle dafür geeignet sind, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Eine allgemeine Erfolgsformel gibt es nicht. Coole und gewagte Kampagnen mögen für ein B2C-Unternehmen erfolgreich und sogar umsatzsteigernd sein, während es für ein B2B-Unternehmen oftmals sinnvoller ist, seine Kompetenz in Fachforen oder -blogs unter Beweis zu stellen. Dass Social Media Marketing viel mehr als originelle Wettbewerbe auf Facebook beinhaltet, zeigt als Beispiel Dell: Durch Online-Communities kann die Firma rund 20 Prozent an Support-Kosten einsparen, da Kunden sich dort austauschen und gegenseitig helfen können. Für das Schweizer B2B-Unternehmen Zweifel bietet Social Media derweil die einmalige Gelegenheit, erstmals direkt mit den Endkonsumenten zu kommunizieren. So hat Zweifel etwa durch Facebook erfahren, dass die vor langer Zeit aus dem Sortiment genommenen Zwiebel-Ringli extrem vermisst werden – und hat sie wieder eingeführt. Erfolgreich, wohlgemerkt.

Medium mit Risiken

Obwohl Social Media Marketing viele Chancen bietet, sollten sich Unternehmen einiger Punkte bewusst sein, um keine unschönen Überraschungen zu erleben. Ein unvorbereiteter Sprung in die Social-Media-Welt ohne klare Zielsetzung erzeugt im besten Fall kaum Beachtung beziehungsweise Erfolg, im schlimmsten jedoch kann es zu dauerhafter Image-Schädigung kommen. Mit dem Einstieg ins Social Web verliert man als Unternehmen die Kontrolle über die Selbstdarstellung. Durch die enge Vernetzung von Konsumenten kommen Mängel und Fehler schnell ans Licht und verbreiten sich wie ein Lauffeuer, zum Beispiel durch Bewertungsseiten wie Yelp und Qype. Auf negative Publicity und Propaganda muss man jederzeit vorbereitet sein. Schnelles und durchdachtes Handeln ist in solchen Fällen das A und O, um sogenannte «Shitstorms» (Empörungswellen) vorzubeugen oder zumindest abzuwenden. Mitarbeiter sollten daher im Umgang mit den neuen Medien geschult werden und ausreichend Zeit dafür aufwenden, die Aktivitäten im Web zu überwachen. Dadurch entstehen Kosten, die Unternehmen im Voraus einplanen müssen: Entweder investiert man viel Zeit – oder man engagiert eine externe Agentur, die sich um das Social Media Marketing kümmert.

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