Mit Firefox Enterprise präsentiert
Mozilla eine Browserlösung, die auf Sicherheit, Governance und Compliance ausgerichtet ist und Unternehmen mehr Kontrolle über Browserumgebung, Daten und IT-Infrastruktur verschaffen soll.
Firefox Enterprise ist eine Kombination aus dem Firefox-Browser, der seinerseits auf Mozillas eigenentwickelter Engine Gecko basiert, und einer Verwaltungskonsole, die Kunden auf ihrer eigenen Infrastruktur betreiben können. Diese Konsole erlaubt es, Browser-Richtlinien und Zugriffsrechte zentral zu verwalten und zu steuern, wie die Daten durch den Browser fliessen. Darüber hinaus lassen sich via Konsole Regeln für den Einsatz von KI festlegen. Zu Beginn ist Firefox Enterprise europaweit verfügbar, wobei sich der Vertrieb zuerst auf Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentriert – weitere Märkte folgen später.
Mozilla möchte mit der neuen Lösung gegen technologische Abhängigkeiten antreten. Jahrelang hätten Organisationen ihre IT bei wenigen Anbietern gebündelt, heisst es in der Mitteilung. Neben Vorteilen die engere Integration und Kosteneinsparung habe dadurch auch die Abhängigkeit von immer denselben Anbietern zugenommen und damit auch die Risiken bei einem Systemausfall oder bei Änderungen der Rahmenbedingungen. Und je grösser die Abhängigkeit werde, desto schwieriger und kostspieliger sei es, einen anderen Weg einzuschlagen.
Firefox Enterprise wird von Mozilla als unabhängige Lösung positioniert, dies nicht zuletzt, weil Gecko die einzige bedeutende Browser Engine sei, die ausserhalb von Google und Apple entwickelt werde – und Mozilla merkt an, dass bei der Diskussion um Abhängigkeiten und digitale Souveränität der Browser bisher weitgehend aussen vor geblieben sei. Der Browser ist demnach zwar eine zentrale Ebene der IT, wurde bisher aber oft zu wenig durch klare Regeln und Zuständigkeiten gesteuert und war nicht in die Steuerung der IT einbezogen. Firefox Enterprise soll dies ändern, kann laut Mozilla nahtlos in die IT-Umgebung integriert werden und erlaubt es, bestehende Sicherheitssysteme wie SIEM oder MDM weiter zu nutzen.
(ubi)