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Agentic Commerce: Wenn KI-Agenten einkaufen
Quelle: Worldline
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Agentic Commerce: Wenn KI-Agenten einkaufen

KI-Agenten können im Auftrag von Konsumenten Produkte suchen, Optionen vergleichen und Käufe vorbereiten oder auslösen. Für Schweizer KMU wird es deshalb wichtig, dass ihre Angebote für KI auffindbar, verständlich und sicher kaufbar sind.
4. November 2026



Eine Kundin sucht einen neuen Büromonitor. Statt mehrere Onlineshops selbst zu vergleichen, beauftragt sie einen KI-Agenten: Das Gerät soll bestimmte Anschlüsse haben, weniger als 300 Franken kosten und rasch lieferbar sein. Der Agent vergleicht passende Angebote und kann innerhalb der erteilten Berechtigungen den Kauf vorbereiten oder ausführen.
Dieses Szenario steht für Agentic Commerce. Während der Wechsel vom stationären Handel zum Web und später zum Mobile Commerce verändert hat, wo Menschen einkaufen, verändert Agentic Commerce, wer den Einkauf ausführt. Die Kundschaft gibt das Ziel vor, der KI-Agent übernimmt Aufgaben bei der Suche, beim Vergleich und gegebenenfalls beim Kauf. Wie gross das Potenzial ist, zeigt eine Schätzung von McKinsey: Bis 2030 könnten KI-Agenten weltweit B2C-Umsätze im Umfang von 3 bis 5 Billionen US-Dollar orchestrieren.* Damit wird es für Händler wichtiger, auch in KI-gestützten Einkaufserlebnissen berücksichtigt zu werden.

Was KMU jetzt prüfen sollten

Der Einstieg muss kein Grossprojekt sein. Drei Fragen helfen bei der Einschätzung, wie gut ein Unternehmen vorbereitet ist: Können KI-Agenten die eigenen Produkte finden, ihre Eigenschaften verstehen und den Kauf sicher abschliessen?

• Auffindbar: Sind Produkte und Angebote online gut auffindbar?

• Verständlich: Sind Produktdaten vollständig, aktuell und strukturiert verfügbar? Dazu gehören Preis, Verfügbarkeit, Produkteigenschaften, Lieferfristen und Rückgabebedingungen.

• Kaufbar: Können Bestellungen reibungslos abgeschlossen werden, und lässt sich nachvollziehen, dass die Kundschaft die Zahlung autorisiert hat?

Fehlen wichtige Informationen oder sind sie schwer maschinell auszulesen, kann ein KI-Agent ein Angebot möglicherweise nicht richtig einordnen. Gute Produktdaten helfen deshalb nicht nur bei Agentic Commerce, sondern stärken auch bestehende digitale Verkaufskanäle.

KMU müssen nicht auf Anhieb alle Voraussetzungen erfüllen. Wer frühzeitig beginnt, Lücken bei Daten und Prozessen erkennt und gezielt Verbesserungen umsetzt, kann sich Schritt für Schritt auf neue Einkaufswege vorbereiten.

Beim Kaufabschluss stehen Sicherheit und Vertrauen im Zentrum. KI-Agenten sollen nur innerhalb der von der Kundschaft festgelegten Grenzen handeln. Authentifizierung, Autorisierung und Betrugsprävention bleiben entscheidend. Banken und Zahlungsdienstleister tragen dazu bei, die Zustimmung der Kundschaft mit einer Zahlung zu verknüpfen und Transaktionen sicher abzuwickeln.

Schrittweise vorbereiten

Auch kleinere Unternehmen können sich auf diese Entwicklung einstellen, ohne ihre gesamte IT-Landschaft umzubauen. Sinnvoll ist es, zunächst die Qualität der Produktdaten, bestehende Schnittstellen und Zahlungsprozesse zu überprüfen. Danach können KMU mögliche Anwendungsfälle für ihr Geschäftsmodell prüfen – etwa wiederkehrende Bestellungen oder Käufe anhand klarer Kriterien wie Preis, Verfügbarkeit und Lieferbedingungen.

Worldline hat in ganz Europa bereits Agentic Payments mit echten Transaktionen in der Produktivumgebung durchgeführt – gemeinsam mit führenden Banken und Kartenorganisationen. Nach Angaben des Unternehmens werden agentengesteuerte Zahlungen in den Niederlanden und Belgien gemeinsam mit ING und Mastercard bereits im Produktivbetrieb durchgeführt. In Deutschland sind solche Zahlungen in Zusammenarbeit mit ING und Visa, in Frankreich mit Crédit Agricole und Mastercard ebenfalls schon produktiv im Einsatz. Dabei bleibt die Kundschaft in Kontrolle; Banken übernehmen wichtige Aufgaben bei Authentifizierung und Autorisierung. Solche Ansätze zeigen, wie agentengestützte Zahlungen auf bestehende Zahlungsprozesse aufbauen können. Im Innovation Centre in Paris zeigt Worldline nicht nur ein durchgängiges Einkaufserlebnis mit KI-Agenten, sondern hilft Unternehmen auch dabei, die aktuellen Entwicklungen einzuordnen und zu verstehen, wohin sich Agentic Commerce entwickelt.**

Für KMU wird es zunehmend wichtiger, dass ihre Angebote von KI-Agenten gefunden und gekauft werden können. Zahlungsdienstleister wie Worldline unterstützen sie dabei, Zahlungen über KI-Agenten einfach und sicher zu akzeptieren.

Damit sich das Potenzial von Agentic Commerce entfalten kann, muss die Kontrolle über den Einkauf bei den Konsumenten bleiben. KI-Agenten übernehmen einzelne Aufgaben innerhalb festgelegter Grenzen. Wer Produkte auffindbar macht, verlässliche Daten bereitstellt und sichere Kaufprozesse ermöglicht, schafft eine wichtige Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe des digitalen Handels.

Mehr erfahren: Worldline – Agentic Commerce

Quellen:

*McKinsey, The agentic commerce opportunity

**Agentic Commerce & Agent-Driven Payments in Europe | Worldline Global

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