Die
ETH Zürich und
IBM bringen einen neuen Quantencomputer ans Nationale Supercomputing-Zentrum CSCS in Lugano. Wie die Hochschule
mitteilt, handelt es sich um das erste IBM Quantum System Two der Schweiz. Die Anlage wird mit dem neuen Nighthawk-Prozessor ausgerüstet und in unmittelbarer Nähe zum Supercomputer Alps aufgebaut.
Zur Verfügung steht der Quantencomputer nicht nur Forschenden aus dem ETH-Bereich, sondern auch weiteren Schweizer Hochschulen und ausgewählten Unternehmen. Eingesetzt werden kann er etwa für Simulationen in Physik, Chemie und Materialwissenschaften sowie für die Entwicklung neuer Algorithmen. "Bei der Simulation komplexer quantenmechanischer Prozesse stossen klassische Computer an Grenzen. Hier eröffnet Quantum Computing neue Möglichkeiten", erklärt Renato Renner, Professor für Theoretische Physik an der ETH Zürich.
Für Installation, Wartung und Betrieb ist IBM verantwortlich. Die ETH und das CSCS kümmern sich um Strom, Kühlung und Sicherheit. Zudem entscheidet die Hochschule, wer wie viel Rechenleistung erhält. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis 2029 vereinbart. Finanziert wird das Projekt über ein Offset-Geschäft von Lockheed Martin mit Armasuisse.
(dow)