Forschende der
ETH Zürich haben mit sogenannten Fourier-Pixeln neuartige Pixel entwickelt, die Licht für eine Anzeige steuern und einfallendes Licht wie ein Kamerasensor analysieren können. Bislang waren diese Aufgaben getrennt: In Bildschirmen erzeugen Pixel ein Bild, in Kameras nehmen sie Bildinformationen auf. Die neuen Pixel sollen beides auf derselben Fläche ermöglichen.
Der Unterschied liegt laut den
Forschungsergebnissen in der Oberfläche der neuen Pixel. Diese wird im Nanometerbereich wellenförmig bearbeitet und soll Licht dadurch gezielt lenken. So können Muster oder Bilder entstehen. Trifft Licht von aussen auf dasselbe Pixel, kann die Struktur dieses Licht auch auswerten, etwa dessen Stärke oder die Richtung, in der die Lichtwelle schwingt.
Solche Pixel könnten später Geräte ermöglichen, bei denen Anzeige und Kamera nicht mehr getrennt sind. Die gleiche Fläche würde dann Bilder darstellen und zugleich Licht aus der Umgebung aufnehmen. Ein Bildschirm könnte also nicht nur Inhalte zeigen, sondern auch erfassen, was vor ihm passiert. Noch ist die Technik aber ein Forschungsergebnis. Als nächsten Schritt will das ETH-Team mehrere Fourier-Pixel zu einer grösseren Fläche zusammenführen.
(dow)