Die Schweizer Schnäppchenplattform
Deindeal hat aus finanziellen Gründen die provisorische Nachlassstundung beantragen müssen. Dies schreibt "
Inside Paradeplatz" unter Berufung auf eine Nachricht von Deindeal an Lieferanten. Aus dieser Mitteilung geht hervor, dass das Bezirksgericht Zürich die Nachlassstundung für vier Monate bis zum 7. Dezember bewilligt und eine Anwaltskanzlei als provisorische Sachverwalterin eingesetzt hat. Um die Betriebsfortführung sicherzustellen, sei auf eine Veröffentlichung des Verfahrens vorerst verzichtet worden, ist weiter zu lesen. Als Grund für die finanziellen Schwierigkeiten gibt Deindeal "die herausfordernde Marktsituation im Schweizer Onlinehandel" und die damit einhergehenden verschärften Wettbewerbsbedingungen an. Die Plattform "
Cash" ergänzt hierzu, auch internationale Player mit ihren tiefen Preisen, der Direktversand aus dem Ausland und die gestiegenen Kosten für digitale Reichweite würden von Deindeal als Gründe für die Schwierigkeiten angeführt.
"Cash" schreibt weiter, dass der Produktverkauf vorerst weiterlaufe und nicht lieferbare Käufe ab dem 7. August vollständig zurückerstattet werden sollen. Bei Coupons hingegen könne Deindeal nicht gewährleisten, dass diese bei Partnerunternehmen eingelöst werden können.
Deindeal wurde 2010 gegründet und bereits 2011 zu grossen Teilen und 2015 dann endgültig von Ringier übernommen. Vor rund zwei Jahren wurde die Plattform, die laut Ringier zu dem Zeitpunkt über 100 Millionen Franken Umsatz machte, dann an das Unternehmen Liberta Partners mit Sitz in München verkauft.
(mw)