In einem
Blogpost, der sich an Windows-Insider richtet, stellt Michael Novak deutliche Verbesserungen für den Windows 11 File Explorer in Aussicht – im Rahmen der im März 2026 lancierten Windows-Qualitätsinitiative: "Beim File Explorer bedeutet dies, in die grundlegenden Massnahmen zu investieren, die erforderlich sind, um die Benutzererfahrung durchgängig zu verbessern: Hänger und Verzögerungen zu reduzieren, die Reaktionsgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit zu steigern, von Kunden gemeldete Probleme zu beheben und Reibungsverluste bei alltäglichen Aufgaben zu beseitigen." Darüber hinaus gehe es darum, die Benutzererfahrung moderner, intuitiver und effizienter zu machen. Dazu gehören laut dem Beitrag auch kleine Details wie Workflows bei der Navigation – so soll die etwa Adressleiste neu auch Pfade mit Fragezeichen und doppelten Backslashes erlauben.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist das mit dem File Explorer zusammenhängende Kontextmenü. Mit Windows 11 habe man das Design modernisiert und die Organisation verbessert – aber das Menü sei im Laufe der Zeit immer umfangreicher geworden, nicht zuletzt durch Erweiterungen von Dritthersteller-Apps, und reagiere nun zögerlich. Jetzt kündigt
Microsoft ein Update für das Kontextmenü an: Es soll zuallererst deutlich schneller öffnen, was für viele Nutzer eine grosse Erleichterung bedeuten dürfte. Das Menü wird insgesamt aufgeräumt, Einstellungen werden in die Settings-App verschoben, und zwar in den Bereich Personalisierung. Nutzer sollen dabei die Kontrolle erhalten, was im Kontextmenü angezeigt wird und was nicht. So lassen sich sogar bisher zwingend eingeblendete Standardoptionen wie Create Shortcut oder Send to wahlweise aktivieren oder deaktivieren. Neu kommt die ebenfalls fakultativ Einblendbare Option Print hinzu. Und wer sich von Windows 10 her gewohnt ist, grundlegende Befehle wie Cut, Copy und Paste im Menü selbst als Textoption zu finden und nicht über Icons bedienen zu müssen, wird mit dem revidierten Kontextmenü ebenfalls bedient.
Die verbesserte Funktionalität steht zuerst in Insider-Builds zur Verfügung. Microsoft möchte auf dieser Basis Feedback sammeln und die Neuerungen allenfalls weiterentwickeln. In welchen Builds und Channels die Verbesserungen genau erscheinen, erwähnt Novak nicht. Es heisst bloss: "Diese neue Kontextmenü-Oberfläche wird derzeit für Windows Insider bereitgestellt und ist eine von mehreren wesentlichen Verbesserungen, an denen wir derzeit arbeiten, während wir den Datei-Explorer weiter modernisieren." Andere Quellen, darunter die
Release Notes, nennen die Builds 26340.9212 (25H2) und 28120.2738 (26H1) im Experimental Channel.
(ubi)