Dass die mit Windows 11 mitgelieferten Apps mit dem verfügbaren RAM nicht gerade rücksichtsvoll umgehen, ist bekannt und wurde von
Microsoft eingeräumt ("Swiss IT Magazine" berichtete). Jetzt hat "Windows Latest"
festgestellt, dass die Wetter-App ganz besonders speicherhungrig ist: Sie beanspruche etwa das Fünffache an RAM wie die native Wetter-App von MacOS. Auf manchen Systemen, so etwa auf dem Gerät des IT-Magazine-Autors, belegt die App über 600 MB. Auf dem System des Windows-Latest-Machers Abhijith M B sollen es gar 1,2 GB gewesen sein - ohne dass er etwas angeklickt oder gescrollt habe.
Das Speicherproblem ist wohl auch in diesem Fall auf die genutzte Technologie zurückzuführen. Es handelt sich bei der Wetter-App, im Microsoft Store unter dem Namen MSN Weather geführt, um eine Web-App auf Basis von WebView2, die eine ganze Reihe von Prozessen startet. Dazu kommt, dass neben den durchaus nützlichen, sehr ausführlichen und detaillierten sowie angenehm präsentierten Wetterdaten etliches an Werbung eingeblendet wird – diese kommt optisch in ähnlicher Darstellung wie die eigentlichen Wetterinformationen daher. Die inbegriffenen Windows-Apps will Microsoft nach und nach in native Versionen auf Basis von WinUI überführen, gleichzeitig soll WebView2 effizienter werden. Ob dies auch für die Wetter-App gilt, ist nicht bekannt.
(ubi)