Browser-Erweiterungen für Chromium-basierte Browser wie
Microsoft Edge nutzen bisher entweder die Architektur Manifest V2 (MV2) oder die bereits seit einigen Jahren verfügbare neuere Architektur Manifest V3 (MV3). Bis dato hat Edge beide Varianten unterstützt, insbesondere der eine oder andere Werbeblocker wie etwa Ublock Origin setzen noch auf MV2, weil sie Netzwerkanfragen selbst verwalten respektive blockieren möchten – genau dies ist mit MV3 aufgrund einer neuen API aber nicht mehr vorgesehen.
Mit MV2 soll nun in absehbarer Zeit Schluss sein: Was bisher eine Übergangsphase zwischen den beiden Varianten war, wird nur zur Endphase für MV2. Gemäss Microsoft wurden im Add-on Store von Edge 95 Prozent der gängigen MV2-Extensions bereits auf Manifest V3 umgestellt. Es verbleiben
laut einem Post von Microsoft im Windows Blog nur noch 58 MV2-basierte Erweiterungen, und nur für drei davon ist noch keine MV3-Version vorhanden. Microsoft fordert die Entwickler von Edge Erweiterungen ausdrücklich dazu auf, jetzt die Umstellung auf MV3 schnellstens vorzunehmen. Dazu gibt es einen Leitfaden, in diesem Blogpost verlinkt ist.
Das Aus für Manifest V2 in Edge erfolgt für private PCs gestaffelt. Als Erstes werden auf den Produktseiten im Add-on Store sowie auf der Extension-Verwaltungsseite edge://extensions in den Browser-Einstellungen entsprechende Hinweise angezeigt. Danach sollen MV2-Erweiterungen im Laufe von mehreren Monaten nach und nach standardmässig abgeschaltet werden, mit Beginn in den Insider-Kanälen, danach in der stabilen Version von Edge. Das Fade-out soll bis Ende 2026 dauern. Noch später kommen Geräte in Enterprise-Umgebungen dran: Hier beginnt der Zeitplan für die Abschaltung Anfang 2027 – unter anderem, um Unternehmen mit eigenentwickelten Edge-Erweiterungen mehr Zeit für die Umstellung zu verschaffen.
(ubi)