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Browser-Hersteller wehren sich gegen Edge-Bevorzugung
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Browser-Hersteller wehren sich gegen Edge-Bevorzugung

In einem offenen Brief fordert die Browser Choice Alliance von Microsoft, alle Bestrebungen zu unterlassen, um die Anwenderschaft zur Nutzung des Edge-Webbrowsers zu drängen.
5. Juni 2026

     

"Liebe Microsoft, genug ist genug"; so beginnt ein offener Brief der Browser Choice Alliance an Microsoft, in welchem sich eine Reihe von Browser-Herstellern gegen die Praktiken des Softwareriesen zur Wehr setzen. Wie "Neowin" meldet, wird Microsoft im Schreiben vorgeworfen, seine Marktmacht zu missbrauchen, um die Anwenderschaft zur Nutzung des nach wie vor wenig erfolgreichen Edge-Browsers zu drängen und in Einzelfällen auch zu zwingen.


Konkret wirft die Allianz Microsoft vor:
- konkurrierenden Browsern die Möglichkeit zu nehmen, auf Windows-Geräten vorinstalliert zu werden
- die Deinstallation von Edge zu verhindern
- den Anwendern beim Versuch, einen Konkurrenzbrowser herunterzuladen, irreführende Werbung anzuzeigen
- Updates dazu zu missbrauchen, um Edge wieder zu etablieren oder die Benutzeroberfläche manipulativ zu gestalten, um User zur Rückkehr zu Edge zu bewegen
- das Ignorieren von Standardbrowser-Einstellungen für Links in Teams und Outlook
- die feste Anbindung von Edge an wichtige Zugriffspunkte inklusive Windows-Suche und Widgets
- das Blockieren von One-Click-Switch-Funktionen von Konkurrenten zum Browser-Wechsel
Microsoft wird in der Folge aufgefordert, unverzüglich die nachfolgenden Änderungen weltweit vorzunehmen:
- konkurrierenden Browser-Herstellern sollen Vorinstallationsvereinbarungen mit PC-Herstellern ermöglicht werden
- auf manipulative Designs (Dark Patterns) zu verzichten, wenn User andere Browser herunterladen möchten
- den Wechsel des Standardbrowsers mit einem Klick zu ermöglichen, und zwar für alle Dateitypen inklusive PDFs
- alle Weblinks im vom Nutzer gewählten Standardbrowser zu öffnen
- manipulative Werbebanner in Edge zu entfernen
- Betriebssystem-Updates nicht dazu zu verwenden, Nutzer wieder zur Rückkehr zu Edge zu bewegen
- die Restriktion im S-Modus zu entfernen, welche die Browser-Nutzung von Drittanbietern blockiert.

Ob die Aufforderungen bei Microsoft zu einem Umdenken führen, darf bezweifelt werden. Fest steht jedenfalls, dass sämtliche Bestrebungen Microsofts in den vergangenen Jahren nicht zum Erfolg geführt haben. Laut Statcounter steht der Edge-Browser im Mai bei einem weltweiten Marktanteil von rund 5 Prozent, in der Schweiz sind es knapp 10 Prozentpunkte.


Der Browser Choice Alliance gehören unter anderen die Browser-Hersteller Vivaldi, Opera und Google an. (rd)


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