Über eine Lücke in MacOS können Angreifer die Anmeldung bei der Bildschirmfreigabe umgehen. Wie
Apple in den
Sicherheitsmeldungen zu den am 6. August veröffentlichten Updates erklärt, kann sich ein Angreifer im Netzwerk ohne gültige Zugangsdaten bei dem Dienst anmelden. Die Schwachstelle trägt die Kennung
CVE-2026-65400. Auf der zehnstufigen CVSS-Skala erreicht sie 7,1 Punkte und wird damit als hoch eingestuft.
Für einen Angriff muss die Bildschirmfreigabe auf dem Mac aktiviert sein. Mit der Funktion lässt sich der Bildschirm eines Mac auf einem anderen Rechner im Netzwerk anzeigen und der Computer aus der Ferne bedienen. Wer die Anmeldung umgeht, kann damit unter anderem Dateien, Fenster und Anwendungen öffnen, verschieben oder schliessen. Wie der Angriff genau funktioniert, gibt Apple nicht bekannt.
Apple schliesst die Lücke mit MacOS
Tahoe 26.6.1,
Sequoia 15.7.9 und
Sonoma 14.8.9. Ob die Lücke bereits ausgenutzt wird, ist nicht bekannt. Apple macht dazu keine Angaben. Weil ein erfolgreicher Angriff die Fernsteuerung des Rechners ermöglicht, sollten Nutzer die Installation der Patches rasch erledigen.
(dow)