OpenAI bewirbt sein kommendes, noch nicht öffentlich verfügbares KI-Modell Astra (es könnte beim Release offiziell GPT-5.6 oder GPT-6 benannt werden) als „unser nächstes grosses Modell“ und als besonders geeignet zur Lösung von komplexen Aufgaben, die eine lange Bearbeitungszeit erfordern. In einem
Blogpost schildert der KI-Anbieter, wie mithilfe einer internen Version von Astra zehn Probleme aus Mathematik und theoretischer Informatik gelöst werden konnten, an denen bisher ohne Lösung respektive Beweis schon zehn Jahre und teils viel länger geforscht wurde.
Die Lösung dieser Probleme habe nach den Tarifen von Sol API Tokens im Wert von rund 2000 US-Dollar erfordert. "Diese Argumente wurden anschliessend von Menschen mithilfe desselben Modells zu Manuskripten aufbereitet. Danach hat das Modell jedes Argument in einem Lean-Zertifikat formalisiert", heisst es weiter.
OpenAI hat darüber hinaus für jede Lösung eine Beschreibung des Denkprozesses veröffentlicht, die das Modell verfasst hat. Zu den gelösten Problemen gehören Themen wie nicht-sofische Gruppen, binäre und sphärische Codes, quantenparallele Wiederholung, das Problem des nächstgelegenen Vektors und Ehrharts Volumenvermutung.
Angesichts des Entstehens von Systemen, die zur mathematischen Forschung beitragen können, ergeben sich laut OpenAI Fragen, die eine Tech-Company allein nicht beantworten kann. Es gebe viele Ansichten über die Rolle von KI in der Mathematik, und man habe grossen Respekt für alle, die der Bedeutung solcher Systeme kritisch gegenüberstehen, darunter die Unterzeichner der Leiden Declaration on Artificial Intelligence and Mathematics vom Juni 2026.
(ubi)