Hersteller von technischen Geräten müssen diesen ab 2027 einen austauschbaren Akku verpassen, so definiert durch die EU-Batterieverordnung. Es gibt einige Ausnahmen wie etwa Wearables, die nahe am Körper getragen werden und wasserdicht sind, oder Smartphones und Tablets, bei denen der Akkutausch dennoch durch geschultes Personal möglich sein muss. Definitiv betroffen sind aber beispielsweise Peripheriegeräte wie Mäuse und Tastaturen und damit unter anderem Logitech.
Der Hersteller hat bereits klare Pläne, wenn es um die austauschbaren Akkus geht: Europa wird ganz einfach eine eigene Version der Logitech-Produkte bekommen, bei denen der Akku eigenhändig gewechselt werden kann. Der Rest der Welt bekommt indessen weiter die altbekannten Designs mit fest verschraubter Batterie.
Robin Piispanen, neuer Chef der Gaming-Sparte von
Logitech, hält nämlich wenig von den neuen Regeln der EU. Zum einen mache man die Geräte nicht nur teurer, sondern auch schwerer, wie Piispanen gegenüber "The Verge" aussagt. Für Gaming-Mäuse etwa, bei denen bekanntlich jedes Gramm zu viel zählt, dürften mit auswechselbaren Akku-Packs ein paar unerwünschte Gramm hinzukommen.
Das aktuelle Design basiert bei vielen Produkten ausserdem auf weichen Akku-Modulen, die laut dem Manager nicht sicher seien, wenn sich Nutzer selbst daran zu schaffen machen. Stattdessen sollen in der EU künftig auswechselbare Akkus mit Hartschale zum Einsatz kommen. Laut Piispanen hält es das Unternehmen unter dem Strich für unrealistisch, dass Nutzer ihre Mäuse, die zwischen 50 und 100 Franken kosten, wirklich aufschrauben würden, wenn der Akku den Geist aufgibt.
Logitech ist damit übrigens nicht alleine: Auch Nintendo will noch im laufenden Jahr in Europa eine eigens für die Region geänderte Version der Switch 2 lancieren, bei der man selbst den Akku wechseln kann.
(win)