Minderwertige und inhaltlich fragwürdige, oft KI-generierte Videos, breiten sich auf Youtube massiv aus. Jetzt will die Plattform dagegen vorgehen, wie aus einem
Video auf dem Kanal Creator Insider – der offizieller Youtube Channel für Creator – hervorgeht. Als Hebel für das Vorgehen gegen die grassierende Ausbreitung solcher Videos will Youtube die Monetarisierung heranziehen: Nicht authentischer Content soll in Zukunft keine Werbeeinnahmen mehr erhalten.
Was früher repetitive Content hiess, heisst neu Inauthentic Content. Die zugehörige Inauthentic Content Policy von
Youtube, bekanntgegeben Mitte Juli im Rahmen eines Updates zum Youtube-Partnerprogramm, legt dar, was als nicht authentisch angesehen wird. Es handelt sich um Inhalte, die entweder mit nur minimalen Variationen einer Vorlage folgen, auf einfache Weise grossmassstäblich immer wieder produziert werden können oder es an klar erkennbarem Input des Creators oder an sinnvoller Substanz vermissen lassen. Nicht geduldet werden auch manipulative Videos, die Betrachter verstören sollen sowie KI generierte Avatare beziehungsweise Sprecher, die im Kern keine Menschen sind.
In den Kommentaren unter dem zitierten Video finden sich viele kritische Stimmen. Prinzipiell ist man mit den Regeln einverstanden, kritisiert wird jedoch das Erkennungssystem von Youtube. Die automatische Erkennung solcher Inhalte sei "ausserordentlich fehlerhaft", es werde authentischer Content fälschlich als repetitiv oder massenproduziert bezeichnet, oder "Youtube ist auf dem besten Weg, die Nutzer komplett zu vergraulen und so zu enden wie Myspace", wie drei verschiedene User in ihrem jeweiligen Kommentar anmerken. Youtube selbst beschreibt die neueste Änderung von Mitte Juli
in einem Supportartikel.
(ubi)