AWS ist anscheinend ein kurioser technischer Fehler unterlaufen, der für zahlreiche Nutzer zu Rechnungen in schwindelerregender Höhe führte. Und das für Abos, die oftmals nur wenige US-Dollar im Monat kosten, wie "The Guardian"
berichtet. Betroffen waren demnach AWS-Kunden weltweit, von Studenten über Wohltätigkeitsorganisationen bis hin zu grösseren Unternehmen.
Am vergangenen Freitag häuften sich laut "The Guardian" entsprechende Berichte. "Ich hätte fast einen Herzinfarkt bekommen, als ich eine E-Mail-Benachrichtigung von Amazon Web Services mit der Rechnung für die App unserer Wohltätigkeitsorganisation zur Überprüfung von Schulgeländen erhielt, die uns normalerweise weniger als ein Pfund pro Monat kostet", zitiert die Redaktion Dan Harvey, Marketingleiter bei der in Hampshire ansässigen Organisation Learning Through Landscapes. Zu diesem Zeitpunkt belief sich seine Rechnung auf 7,8 Milliarden Dollar. Im Vormonat waren es hingegen 43 Cent. Die Historikerin Andrea Zuvich erreichte wiederum eine Rechnung in Höhe von 245 Milliarden Dollar – statt der üblichen 15 Dollar pro Monat. Ein Student aus Delhi, der sonst etwa 1,28 US-Dollar im Monat zahlt, sagte dem "Guardian" wiederum, er habe eine Rechnung über fast 11 Milliarden US-Dollar erhalten.
AWS reagierte noch am Freitag auf die Berichte und erklärte, dass "ein Problem mit den Stückpreisen innerhalb des Subsystems zur Berechnung der geschätzten Rechnungsbeträge" Ursprung der fehlerhaften Rechnungen sei. Dass betroffene Tool wurde anschliessend gesperrt. In einem Update hiess es anschliessend: "Wir gehen davon aus, dass die vollständige Behebung mehrere Stunden dauern wird, da wir die geschätzten Abrechnungsdaten neu berechnen müssen." Der aktuelle Stand ist jedoch nicht bekannt.
(sta)