Seit Oktober 2025 erhält Windows 10 keinen offiziellen Support mehr. Dennoch laufen weiterhin 16,9 Prozent aller erfassten Windows-Geräte auf der veralteten OS-Version, wie aus aktuellen Zahlen des IT-Asset-Management-Anbieters Lansweeper hervorgeht. Zwar kommt Windows 11 bereits auf 78,8 Prozent, allerdings stellt die nach wie vor hohe Zahl der nicht migrierten Geräte ein wachsendes Sicherheitsrisiko dar. Immerhin erhalten diese keine Updates mehr oder lediglich kostenpflichtige Updates im Rahmen des ESU-Programms bis Oktober 2027.
Dabei hat sich im vergangenen Jahr noch ein positiver Trend abgezeichnet. Nach dem Support-Ende ist der Windows 10-Anteil schnell gefallen, zuerst auf 40 Prozent im Oktober, dann auf 18,6 Prozent bis Juni 2026. Nun kam es laut Lansweeper aber nahezu zu einem Stillstand. Besonders betroffen ist der KMU-Bereich. Hier liegt der Anteil noch bei 21,4 Prozent.
Das könnte vor allem daran liegen, dass es sich bei den ausstehenden Rechnern um PCs handelt, die sich nur mit grossem Aufwand und hohen Kosten migrieren lassen. Das ist vor allem der Fall, wenn diese in OT-Systeme integriert sind, deren Software auf Windows 10 aufsetzt. Umso weniger verwundert es, dass die Bereiche Healthcare und Pharma (23,0 %), Consumer und Retail (22,7 %) und Produktion (18,0 %) die höchsten Anteile an nicht migrierten Systemen aufweisen.
Lansweeper verweist jedoch auf die Sicherheitsrisiken, die sich daraus ergeben. Das Unternehmen beziffert die durchschnittliche Zahl bekannter Sicherheitslücken (CVEs) bei Windows-10-Geräten auf aktuell 1903, während Windows-11-Systeme im Schnitt "nur" auf 652 kommen.
(sta)