Die KMU-Plattform
Parato ist nicht mehr als eigenständiges Unternehmen am Markt tätig. Wie Swisscom auf Anfrage von "Swiss IT Magazine" erklärt, wurde das Unternehmen vollständig durch Swisscom übernommen und per Ende Juni 2026 in den Telekomkonzern integriert. " In diesem Zusammenhang wird das bisherige Geschäftsmodell neu evaluiert", erklärt Swisscom-Medienchef Sepp Huber.
Parato wurde 2020 auf Initiative von Andrej Golob sowie Markus Gröninger und mit dem Support zahlreicher bekannter Branchengrössen gegründet und im September 2024 in ein Joint Venture von Swisscom und SwissDigiNet überführt. Ziel war es, KMU über eine digitale Plattform mit regionalen IT-Dienstleistern zu vernetzen und sie bei der Digitalisierung zu unterstützen. Swisscom hielt seit damals 51 Prozent der Anteile.
Als Grund für die nun erfolgte Integration in den Konzern erklärt
Swisscom, dass das Unternehmen seine Initiativen regelmässig hinsichtlich ihrer strategischen Relevanz, Einordnung und Weiterentwicklung überprüfe. Vor diesem Hintergrund sei entschieden worden, Parato vollständig zu integrieren und das Geschäftsmodell im Kontext des gesamten KMU-Angebots neu zu evaluieren. Ob Parato die bei der Lancierung gesetzten Ziele erreicht hat, lässt Swisscom offen. Zu Kundenzahlen, Umsatz oder anderen Geschäftskennzahlen wolle sich das Unternehmen nicht äussern. Man halte jedoch fest, dass die mit Parato gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des Angebots für KMU-Kunden einfliessen würden.
Für bestehende Kunden soll sich durch den Schritt nichts ändern.
Parato habe als Vermittlungsplattform fungiert, während die Vertragsbeziehungen direkt zwischen den Kunden und den jeweiligen Partnerunternehmen bestehen. Die bestehenden Leistungen würden weiterhin gemäss diesen Verträgen erbracht, die bisherigen Ansprechpartner blieben erhalten. Auch die Kundenbeziehungen der angeschlossenen IT-Dienstleister bleiben laut
Swisscom bestehen. Die Verträge zwischen Parato und den Plattform-Partnern seien im Zuge der Integration aufgehoben worden. Bereits entrichtete Partnergebühren würden anteilsmässig zurückerstattet.
Mit den vier Mitarbeitenden von Parato seien einvernehmliche Lösungen vereinbart worden. CEO Markus Mühlemann hat das Unternehmen per 30. Juni 2026 verlassen.
(mw)