Microsoft verpasst seinem Windows Subsystem for Linux (WSL)
ein strukturelles Redesign. Das Subsystem soll jetzt pfleglicher mit Systemressourcen umgehen, sodass Abstürze unter hoher Belastung weniger wahrscheinlich werden. Dazu dienen unter anderem Maximalgrenzen für RAM- und CPU-Last. Die Host-Prozesse des Windows-Systems sollen so entlastet werden und nicht mehr an ihre absoluten Grenzen gelangen.
Vor dieser Neuerung war es durchaus gang und gäbe, dass es bei ressourcenhungrigen Prozessen im Linux-Subsystem wie etwa beim Kompilieren von Software zu Out-of-Memory-Ereignissen kam. In der Folge stürzten nicht nur laufende Applikationen im WSL ab, sondern es wurden alle Ressourcen aufgebraucht, die das WSL selbst für seine Funktion benötigte. Das Subsystem reagierte dann schlicht und einfach überhaupt nicht mehr. Das Redesign sorgt nun mit fixen Ressourcenlimits, die mit Hilfe einer Sandbox implementiert sind, dafür, dass immer genügend Memory und CPU-Power zur Verfügung stehen, um den WSL-Hostprozess am Leben zu halten.
Die technische Lösung platziert zunächst alle durch den User angestossenen Linux-Umgebungen in einer eingeschränkten Kontrollgruppe namens wsl-user. Diese Gruppe kann insgesamt maximal 32 MB weniger RAM in Anspruch nehmen, als der Host überhaupt bietet. CPU-seitig liegt das Limit 0,01 Kerne unter der gesamten CPU-Kapazität des Hosts.
(ubi)