Im Schweizer E-Commerce gibt es eine neue Nummer 1. Wie aus dem aktuellen Ranking des E-Commerce-Beratungsunternehmens Carpathia hervorgeht, war
Galaxus mit einem geschätzten Umsatz von 2,3 Milliarden Franken im vergangenen Jahr der umsatzstärkste Onlineshop der Schweiz. Gegenüber dem Vorjahr legte der Händler um rund 650 Millionen Franken zu und verdrängte
Zalando (1,82 Milliarden Franken, plus ca. 120 Mio. Franken) von der Spitzenposition.
Zu den grossen Gewinnern zählt auch
Temu. Der chinesische Marktplatz steigerte seinen geschätzten Umsatz von 700 Millionen im Vorjahr auf eine Milliarde Franken 2025 und rückte damit auf Rang vier vor. Laut Carpathia entfielen auf Galaxus und Temu zusammen rund 950 Millionen Franken des gesamten Marktwachstums. Insgesamt erwirtschafteten die 50 umsatzstärksten Schweizer Onlineshops 2025 einen Umsatz von 14,2 Milliarden Franken. Damit vereinen sie laut Carpathia rund 90 Prozent des gesamten Schweizer Onlinehandels auf sich, dessen Volumen auf 15,8 Milliarden Franken geschätzt wird. Allein die fünf grössten Anbieter stehen für 7,1 Milliarden Franken Umsatz. Rund 80 Prozent der Top-50-Shops hätten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern oder zumindest halten können, so die E-Commerce-Spezialisten weiter.
Digitec belegt trotz eines Umsatzrückgangs von 1,15 Milliarden auf 1,05 Milliarden Franken weiterhin den dritten Platz.
Amazon folgt mit einem geschätzten Umsatz von 950 Millionen Franken auf Rang fünf. Das Wachstum des US-Händlers falle seit Jahren vergleichsweise verhalten aus, was Carpathia auf den fehlenden Fokus auf den Schweizer Markt zurückführt.
Ricardo.ch auf Rang sechs konnte rund 10 Prozent zulegen, während das Wachstum bei
Brack.ch mit rund 11 auf 581 Millionen eher bescheiden ausfiel. Zu Coop.ch auf Rang acht erklärt Carpathia, dass der Omni-Channel-Fokus mit Interdiscount, Fust und Jumbo seine Marktfähigkeit beweise. Auffällig sei zudem die Dominanz von Marktplätzen. Die sechs grössten Plattformen im Ranking würden die hohe Akzeptanz dieses Geschäftsmodells bei den Konsumenten belegen, so Carpathia. Leicht rückläufig war das Online-Geschäft bei Migros.ch, während Aliexpress in der Schweiz sowie auch Nespresso beide relativ deutlich an Onlineumsatz verloren.
(mw)