Die beiden Schweizer IT-Verbände SwissICT und
Swico haben ihre ICT-Modellverträge überarbeitet und modernisiert. Die Modellverträge, die seit Ende der 1990er Jahre angeboten werden, decken die gängigsten Vertragstypen im IT-Umfeld ab und gelten laut Mitteilung der Verbände als Branchenstandard.
Im Rahmen der jetzt erfolgten Überarbeitung wurden ausgewählte Vertragstexte von den Rechtskommissionen beider Verbände einer sprachlichen, inhaltlichen und rechtlichen Überprüfung unterzogen. Überarbeitet und ergänzt wurden insbesondere:
- Anpassungsklauseln bei Kostensteigerungen
- Haftungsklausel
- Möglichkeit, Cyberangriffe unter bestimmten Voraussetzungen als höhere Gewalt zu qualifizieren
- Mediationsklausel für die aussergerichtliche Streitbeilegung
- Klarstellungen zum Einsatz von KI-Systemen bei der persönlichen Leistungserfüllung
- Modernisierte Regelungen zum Schriftformerfordernis
Die Verbände betonen abschliessend den Vorteil gegenüber KI-generierten Verträgen und unterstreichen den Mehrwert professionell erarbeiteter Verträge. So meint Caramen de la Cruz, Co-Leitung der Rechtskommission bei
SwissICT: "Letztlich fehlt KI-generierten Verträgen der Praxisblick, den wir als Juristinnen und Juristen einbringen konnten. SwissICT und Swico verstehen die Schweizer ICT-Welt besser als ein KI-System und stehen für Qualität."
Die neuen Modellverträge stehen per sofort im neuen Online-Shop der beiden Verbände zur Verfügung. Mitglieder profitieren von vergünstigten Konditionen.
(rd)