In der Schweizer ICT-Branche kehrt die Zuversicht zurück, wie der Branchenverband Swico schreibt. Dies wird auf die Erholung zurückgeführt, die der aktuelle Swico Index für das dritte Quartal 2026 zeigt. Der Index, der aufs zweite Quartal 2026 hin einen Sturz von 7,7 Punkten hingelegt hat, steigt wieder um 3,3 Punkte und kommt bei 109,5 Punkten zu liegen. Erfreulich ist darüber hinaus, dass alle vier ICT-Segmente über 100 Punkte liegen. Damit liegt die ganze Branche wieder klar im Wachstumsbereich. Dies, obwohl die Umstände mit Lieferkettenproblemen und Chipmangel erschwert sind.
Der Sektor IT-Technology liegt mit 122,1 Punkten (+24,4 Punkte) klar an der Spitze. Die Unternehmen verzeichnen steigende Umsätze und eine erfreulich dynamische Auftragslage. Der Bereich IT-Services steigt um 3,8 Punkte auf 109.5 und repräsentiert damit genau den Durchschnitt des Q3-Reports. Zwar entwickeln sich Umsätze und Auftragslage positiv, der Druck auf Margen und Kosten sei aber weiter hoch. Der Bereich Software rutscht um 3,1 Punkte ab, landet mit 107,3 Punkten aber doch deutlich über der Wachstumsgrenze. Vorsicht bei Investitionen seien für die mangelnde Dynamik entscheidend. Als letzter ICT-Bereich ist der Wert beim Consulting recht stabil (-0,5 Punkte), der Sektor landet bei 106,4 Punkten.
Weniger gut sieht es in den beiden Kategorien Consumer Electronics (CE) und Imaging/Printing/Finishing (IPF) aus: Der CE-Bereich liess Federn (-6,4 Punkte) und kommt mit 100,7 Punkte nur marginal über die Wachstumsgrenze. Der Bereich IPF stürzte regelrecht ab und rutscht mit einem Verlust von 23,9 Punkten auf 80,5 Punkte und damit tief unter die Wachstumsgrenze. Die Nachfrage im IPF-Bereich sinke, dazu kommt die verhaltene Investitionstätigkeit.
"Der erneute Anstieg des ICT-Index ist ein erfreuliches Signal. Die Branche zeigt sich widerstandsfähig und findet nach dem schwächeren zweiten Quartal wieder zu mehr Zuversicht zurück", kommentiert Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei
Swico.
(win)