Bisher war El Capitain in den USA der stärkste Supercomputer der Welt, doch China hat aufgeholt: Mit Lineshine wird in der 67. Ausgabe der Top500-Liste von top500.org ein neuer Tabellenführer aufgeführt. Bewertet werden die Supercomputer mit dem High Performance Linpack (HPL) Benchmark, bei der Lineshine mit seinen 13,79 Millionen Cores eine Leistung von 2,198 Exaflop pro Sekunde erreichte. Die theoretische Höchstleistung liegt bei 2,736 Exaflop pro Sekunde. Damit sei der chinesische Supercomputer der erste, der stabile Leistung über 2 Exaflop schafft, El Capitain liegt bei 1,809. Lineshine befindet sich im National Supercomputing Centre in Shenzhen (NSCS) und wurde vom Shenzhen Cloud Computing Center gebaut.
Bemerkenswert ist die Listung aus vielerlei Hinsicht. So sind nun erstmals drei Kontinente auf den Top-Rängen vertreten. Platz 2 bis 4 stehen in den USA, Platz fünf hält das System Jupiter Booster aus Deutschland. Auch gebe es mit der Bewegung, die in den Top 10 entstanden ist, nun eine auffällige Diversität in der eingesetzten Hardware, so die Autoren. So finden sich unter den zehn stärksten Supercomputern etwa mehrere AMD- und Intel-basierte Systeme, Technologie von
Nvidia findet sich ebenfalls in mehreren Systemen. Mit Lineshine taucht nun ausserdem auch eine neue Architektur aus China in den Top 10 auf.
Die Top500-Liste für Juni 2026
findet sich hier.
(win)