Im Vorfeld der Sommerferien hat der Vergleichsdienst Moneyland die Smartphone-Kosten im Ausland analysiert und stellt fest: Viele Mobilfunkanbieter haben die Preise für ihre Roaming-Pakete gegenüber Vorjahr deutlich gesenkt. Insbesondere bei
Salt und Coop Mobile seien die Pakete massiv günstiger geworden, heisst es in einer Mitteilung. Daneben hätten aber auch Anbieter wie Quickline, Digital Republic oder
Sunrise ihre Preise gesenkt. Umgekehrt hätten die Roaming-Preise bei den Sunrise-Marken Swype, Lebara und Yallo seit fünf Jahren keine Änderung erfahren.
Beim Kostenvergleich für ein typisches Ferienprofil, das Reisen in EU-Länder mit 14 GB Roaming-Volumen und 30 Gesprächsminuten umfasst, machte M-Tel mit Kosten von 33.75 Franken das Rennen. Gefolgt von Salt und diversen Salt-Marken mit jeweils 39.95. Bei
Swisscom schlägt dasselbe mit 75.80 und bei Sunrise mit happigen 102.70 zu Buche.
Beim Datenroaming-Vergleich in allen EU-Ländern lag ebenfalls M-Tel mit durchschnittlichen Kosten pro Gigabyte von 2.29 Franken an der Spitze, gefolgt von Spusu mit 3.91 und Digital Republic mit 5.35 Franken. Deutlich teurer sind hingegen die grossen Telcos: Bei Sunrise kostet das GB 6.82 Franken, bei Swisscom 8.41 und bei Salt 10.36 Franken. Deutlich günstiger sind bei Swisscom Datenpakete, die nur für ein Land gültig sind; hier kostet das GB 5.34 Franken.
Beim dritten Kostenvergleich wurde schliesslich das Datenroaming ausserhalb der EU unter die Lupe genommen, wobei Länder wie die Balkan-Staaten, Kanada, Kuba, die Türkei, Thailand oder Tunesien einbezogen wurden. Je nach Land kann hier ein anderer Anbieter die besten Preise anbieten. Als Sieger ging Spusu aus dem Rennen hervor; in 8 von 13 Ländern lieferte der Anbieter das günstigste Angebot.
"Trotz günstigerer Pakete bleibt Roaming ein Thema, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten aufpassen müssen", rät Ralf Beyeler von Moneyland. "Wer im Ausland einfach lossurft oder das falsche Paket kauft, kann weiterhin in eine Kostenfalle geraten."
(rd)