Die EU steht laut diversen Medienberichten, darunter
ein Artikel der deutschen Zeitung "Handelsblatt" (Paywall), kurz davor, Google zu einer sehr hohen Strafe zu verknurren. Ein entsprechendes Verfahren, das seit März 2025 im Gange ist, steht demnach kurz vor dem Abschluss. Der Vorwurf: Google und sein Mutterkonzern Alphabet bevorzugen in der hauseigenen Suchmaschine die eigenen Dienste gegenüber denen von Drittanbietern. Die Rede ist von einer Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich.
Die zuständigen EU-Beamten sollen sich bereits einig über das Vorgehen sein, eine Entscheidung soll noch vor der Sommerpause der
EU-Kommission fallen. Das endgültige OK obliegt jedoch der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – und diese möchte das ohnehin schon diffizile Verhältnis zwischen der EU und den USA womöglich nicht weiter belasten. Einen Lösungsvorschlag seitens Google hat die EU-Kommission bereits abgelehnt, das Unternehmen hat jedoch eine Nachfrist erhalten, um den Vorwürfen zu entgegnen. Ungeachtet dessen kritisiert Google natürlich die Nachteile einer strengen Regulierung. Schon mit den bisherigen Anpassungen an den Digital Markets Act der EU habe sich die Suchmaschine deutlich verschlechtert und biete Nutzern aus der EU nur noch ein zweitklassiges Erlebnis. Profitieren würden einzig einige Beschwerdeführer.
(ubi)