OpenAI lanciert eine neue KI-Plattform namens Daybreak und betritt damit ein funktionales Segment, das Konkurrent Anthropic vor einigen Wochen mit seinem Produkt Mythos Praktisch neu geschaffen hat. Unter dem Motto "Frontier AI for Cyber Defenders" präsentiert OpenAI
laut der zugehörigen Website seine Vision, "die Art und Weise zu verändern, wie Software gebaut und verteidigt wird." Daybreak nennt der Anbieter die Plattform deshalb, weil sie "den ersten Blick auf das Sonnenlicht am Morgen" darstellt. Umgemünzt auf Software bedeutet dies laut
OpenAI, dass Risiken früher erkannt und Massnahmen schneller getroffen werden und Software bereits beim Design resilienter konzipiert werden soll.
Daybreak soll Schwachstellen im eingereichten Code erkennen, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können. Hinter der Plattform stehen unter anderem die OpenAI-Produkte GPT-5.5 und Codex. Der Anbieter beschreibt es so: "Daybreak kombiniert die Intelligenz der OpenAI-Modelle, die Erweiterbarkeit von Codex als agentenbasierte Plattform und unsere Partner im gesamten Sicherheitsökosystem. Security-Verantwortliche können sichere Code-Reviews, Bedrohungsmodellierung, Patch-Validierung, Risikoanalysen von Abhängigkeiten, Erkennung und Anleitungen zur Behebung von Schwachstellen in den täglichen Entwicklungszyklus integrieren, sodass Software von Anfang an widerstandsfähiger wird."
Daybreak ist in drei Varianten verfügbar: Die Standardvariante mit GPT-5.5 für die allgemeine Softwareentwicklung, eine erweiterte Variante mit zusätzlich Trusted Access for Cyber für verifizierte User und die Variante GPT-5.5-Cyber, die in erster Linie für Sicherheitsforscher konzipiert ist und ein sehr strenges Kontrollsystem mit rigoroser Identitätsprüfung bietet. Laut
OpenAI vertrauen diverse Sicherheitsspezialisten, Internet- und IT-Unternehmen bereits auf Daybreak, genannt und zitiert werden Cloudflare, Cisco, Crowdstrike, Palo Alto Networks, Oracle, Zscaler, Akamai und Fortinet.
(ubi)