Das KI-Werkzeug für die Softwareentwicklung Codex von
OpenAI erhält ein grösseres Update und soll künftig deutlich mehr Aufgaben direkt im Arbeitsalltag von Entwicklern übernehmen. Wie das Unternehmen
mitteilt, kann die Desktop-App neu im Hintergrund auf dem Computer arbeiten, den Mauszeiger selbst steuern, klicken und Texte eingeben sowie mehrere Aufgaben parallel ausführen.
Hinzu kommen weitere Funktionen für typische Entwicklerabläufe. So erhält Codex einen integrierten Browser für Arbeiten an Weboberflächen, kann Bilder erstellen und bearbeiten und unterstützt über 90 zusätzliche Plugins. Genannt werden unter anderem Anbindungen an Jira, Gitlab, Microsoft-Anwendungen, CircleCI, Render und weitere Werkzeuge, die in der Softwareentwicklung verbreitet sind. Damit soll Codex mehr Kontext aus bestehenden Tools aufnehmen und Aktionen direkt über diese Dienste auslösen können.
Auch bei klassischen Entwicklungsaufgaben legt OpenAI nach. In der Alpha-Phase kann Codex nun auf Kommentare in Github-Reviews reagieren, mehrere Terminal-Tabs nutzen und sich per SSH mit entfernten Entwicklungsrechnern verbinden. Zudem lassen sich Dateien direkt in der Seitenleiste öffnen, darunter auch PDFs, Tabellen, Präsentationen und Dokumente. Ein neuer Übersichtsbereich soll ausserdem zeigen, welche Pläne, Quellen und Ergebnisse ein Agent gerade verwendet.
Darüber hinaus baut OpenAI die Automatisierung und Personalisierung aus. Codex kann frühere Arbeitsverläufe wieder aufnehmen, Aufgaben später selbstständig fortsetzen und wichtige Informationen aus früheren Einsätzen speichern, etwa Korrekturen oder persönliche Einstellungen. Das soll vor allem bei längeren Aufgaben helfen, die sich über mehrere Tage oder Wochen ziehen. Die neuen Funktionen werden laut OpenAI ab sofort für Nutzer der Codex-Desktop-App mit ChatGPT-Zugang ausgerollt.
(dow)