Die aktuelle SAP-Studie für 2026 von Valantic zeigt das Verhalten von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bezüglich Umstellung auf
SAP Cloud ERP (vormals SAP S/4 Hana genannt), Cloud generell, Datenplattformen und KI auf. Befragt wurden insgesamt 409 Führungskräfte aus den drei Ländern. Die Umstellung auf das Cloud ERP befindet sich demnach im DACH-Raum 2026 auf einem stabilen Vorjahresniveau. Die Transformationsdynamik verlaufen nicht disruptiv, was der Realität komplexer SAP-ERP-Migrationen entspreche, heisst es eingangs in den Studienresultaten: Laufende Implementierungsprojekte liegen mit einem Anteil vom 42 Prozent an der Spitze, bei 28 Prozent handelt es sich um abgeschlossene Transformationen, und 25 Prozent sind in Planung. Daraus ergibt sich ein Gesamtanteil von aktuell aktiven oder bereits realisierten Projekten von 70 Prozent. Die Schweiz zeigt dabei den höchsten Anteil abgeschlossener SAP-Umstellungen.
Eine spürbare Verschiebung hin zur Implementierungsphase zeigt sich bei KMU bis 250 Mitarbeitende – hier steigt der Anteil 2026 von 17 auf 25 Prozent. Mittelgrosse Unternehmen bis 1000 Mitarbeitende weisen einen deutlichen Anstieg bei abgeschlossenen Transformationsprojekten aus, vom 23 auf 28 Prozent – immer im Vergleich zu 2025. Ähnliches gilt für Unternehmen der Enterprise-Kategorie mit mehr als 1000 Mitarbeitenden. Hier berichten 37 statt 33 Prozent von einer abgeschlossenen Transformation. Unterschiede zeigen sich je nach Branche. So gibt es in der diskreten Fertigung, bei Versorgern und Dienstleistungsunternehmen jeweils über 50 Prozent an aktiven Transformationsvorhaben. Besonders viele abgeschlossene Projekte sind demnach in der Automobilbranche und in Chemie/Pharma zu verzeichnen.
Interessant ist die Betrachtung nach einzelnen Ländern. Bezüglich SAP Cloud ERP liegt die Schweiz beim gewählten Betriebsmodell klar an der Spitze: Hierzulande arbeiten 75 Prozent der befragten Unternehmen mit SAP Cloud ERP Private und weitere 15 Prozent mit der nicht in der Private Cloud gehosteten Variante, während nur 10 Prozent noch auf Eigenbetrieb On-Premises setzen. In Deutschland liegt der Cloud-Anteil mit insgesamt 91 Prozent sogar minim höher als in der Schweiz, wobei die nördlichen Nachbarn etwas weniger auf die Private (64 %) und etwas mehr auf die Public Cloud (27 %) setzen. Österreich zeigt mit insgesamt 83 Prozent den geringsten Cloud-Anteil, mit 56 Prozent Private- und 27 Prozent Public-Cloud-Deployments.
(ubi)