Github hatte jüngst mit Ausfällen einzelner Systeme zu kämpfen. Zum einen gab es am 23. und am 27. April zwei Vorfälle mit der Merge Queue und den Suchfunktionen, welche die Nutzungserfahrung deutlich schmälerten. Zum anderen wurde Github-Inhaber
Microsoft gerade dazu gezwungen, die eigene Politik rund um die Nutzung von Github Copilot zu überdenken. Dazu kam eine Pausierung der KI-Abos und Einschränkungen für bestehende KI-Abos – man
musste die Reissleine ziehen, bevor es zu spürbaren Ausfällen für bestehende Nutzer kommt. Nun veröffentlicht die Plattform Statements respektive Lösungswege für eine verlässlichere Zukunft.
Zu den Stabilitätsproblemen und den damit einhergehenden Vorfällen bei der Nutzung der Plattform wurde nun ein ausführlicher Blogbeitrag veröffentlicht. In diesem heisst es: "Wir verstehen, wie schmerzhaft das alles für euch ist. Wir lesen jede E-Mail, jeden Beitrag in den sozialen Medien und jedes Support-Ticket, und nehmen uns alles sehr zu Herzen. Es tut uns leid."
Man habe sich ganz einfach verkalkuliert, wie Vlad Fedorov, CTO von
Github, einräumt. Die Nutzung der Plattform habe mit Agentic Development Workflows derart stark zugenommen, dass die Infrastruktur schlicht nicht mehr mitkommt. Noch im Oktober 2025 habe man sich daran gemacht, die Kapazität um das Zehnfache zu erhöhen. Bereits im Februar 2026 habe man dann aber gemerkt, dass das nicht reichen wird – Fedorov spricht nun von einer Skalierung mit Faktor 30, um mit der tatsächlichen Nutzung mithalten zu können.
Die Massnahmen umfassen etwa das Entfernen von Flaschenhälsen, dem Isolieren kritischer Services in der Plattform und der genannten massgeblichen Erweiterung der Infrastruktur hinter
Github. Details zu den Massnahmen finden sich hier. Zeitnah soll ausserdem ein weiterer Artikel mit noch mehr Anpassungen kommen. Ausserdem verspricht Github mehr Transparenz bei weiteren Vorfällen.
Zur KI-Nutzung auf Github gab es derweil bereits vor einigen Tagen Neuigkeiten für eine Lösung: Github Copilot wechselt von einem Preismodell basierend auf Anfragen auf ein Token-basiertes Verrechnungsmodell ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Das Vorgehen wurde mittlerweile
offiziell bestätigt. Während Nutzer mit überschaubarem Token-Verschliss nun die Intensivnutzer wenigstens nicht mehr quersubventionieren müssen, heisst diese Änderung für letztere aber wohl eine massive Preissteigerung.
(win)