Bei der Amazon-Tochter
Ring, die Video-Türklingeln und Sicherheitskameras vertreibt, soll intern das Ziel formuliert worden sein, Kriminalität in Nachbarschaften auf null zu bringen, gestützt auf KI-Funktionen der eigenen Kameras. Wie "
Winfuture" unter Verweis auf "
404 Media" berichtet, geht es um eine zugespielte E-Mail von Ring-Gründer Jamie Siminoff, die im vergangenen Oktober an Mitarbeitende verschickt wurde.
Im Mittelpunkt steht laut dem Bericht die Funktion Search Party. Damit können Nutzer Videomaterial von Ring-Kameras in der Nachbarschaft mithilfe von KI nach bestimmten Merkmalen durchsuchen. Dem Artikel zufolge wurde Search Party öffentlich vor allem als Hilfe beim Auffinden entlaufener Hunde dargestellt, Siminoff habe sie intern aber als "mit Abstand innovativste" Entwicklung in der Geschichte von Ring bezeichnet und als Grundlage für die Mission hervorgehoben, Kriminalität komplett zu verhindern.
Kritik entzünde sich laut dem Bericht an der Sorge, dass sich damit ein engmaschiges Überwachungsnetz aufbauen lasse, auch weil Search Party standardmässig aktiviert sein soll. Der Bericht verweist zudem auf weitere Funktionen im Ring-Umfeld wie Familiar Faces, Community Requests in der Neighbors-App und Fire Watch, die zusammengenommen den Einsatzrahmen der Kameras erweitern könnten.
(dow)