Wer mit Computer und elektronischen Instrumenten Musik produziert, kennt den MIDI-Standard (Musical Instruments Digital Interface), über den Geräte und Software miteinander kommunizieren und musikalisch relevante Informationen wie Tonhöhe, Dauer und mehr austauschen können. MIDI wurde 1983 von der Synthesizerindustrie ins Leben gerufen und 2020 mit Version 2.0 erheblich verbessert und verfeinert.
Microsoft hat den Standard in Windows bisher eher eingeschränkt unterstützt.
Das soll sich nun ändern: Im Canary Build 27788 von Windows 11, präsentiert vor rund einem Jahr, ist ein neuer MIDI Services Stack enthalten, der sowohl für MIDI 1.0 als auch für MIDI 2.0 Support bietet und gleichzeitig die Unterstützung für MIDI 1.0 verbessert. Jetzt hat Microsoft die generelle Verfügbarkeit der MIDI-2.0-Unterstützung angekündigt; der Rollout soll phasenweise erfolgen.
Auf dieser Basis wird Windows 11 in Zukunft auch den neuen MIDI-Standard nativ unterstützen. Die neue MIDI-Infrastruktur von Windows erlaubt zudem Multi-Client-Nutzung, sodass mehrere Apps dasselbe MIDI-Gerät beziehungsweise den gleichen MIDI-Port parallel nutzen können. Drittherstellerspezifische Treiber werden damit für diesen Zweck nicht mehr benötigt. Eine komplette Übersicht über die Neuerungen und die Geschichte von MIDI liefert ein
Beitrag im Windows Experience Blog.
(ubi)