Bereits vor Monatsfrist hatte Sunrise einen Stellenabbau
angekündigt und dabei von 190 Arbeitsplätze gesprochen, die verschwinden könnten. Effektiv kommt es nun zu 147 Entlassungen. Diese seien unumgänglich, wie das Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom gezeigt habe. Unter den Stellen, die gestrichen werden, seien auch zahlreiche Führungspositionen, erklärt
Sunrise. Dies vor dem Hintergrund, dass die Stellenstreichungen einhergehen mit der Umsetzung einer neuen Unternehmensorganisation, die vorsieht, dass Verantwortlichkeiten mit weniger Hierarchieebenen und grösseren Führungsspannen klarer geregelt werden sollen. "Kürzere Entscheidungswege und die Konsolidierung sich überschneidender Funktionen werden das Unternehmen schneller, wendiger und effektiver machen", zeigt sich Sunrise überzeugt.
Die Kündigungen sollen nun diesen Februar sowie im März ausgesprochen werden. Wie bereits im Januar kommuniziert, sollen Sunrise-Shop- und Kundendienst-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt weitestgehend und Lernende gänzlich vom Stellenabbau ausgenommen sein. Für die betroffenen Mitarbeiter ist ausserdem ein Sozialplan vorgesehen, der finanziell sowie bei der Stellensuche unterstützen soll. Zudem stellt Sunrise laut eigenen Angaben einen Fonds für individuelle Überbrückungsmassnahmen bereit, wie zum Beispiel für individuelle Härtefälle oder Qualifizierungsmassnahmen. Mitarbeitende ab dem vollendeten 58. Altersjahr erhalten ausserdem einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum Erreichen des 62. Altersjahres. "Ab dem vollendeten 62. Altersjahr leistet Sunrise Beiträge im Hinblick auf eine vorzeitige Pensionierung."
(mw)