Microsoft wird gezwungen, das Tracking von Schulkindern zu unterlassen und unverzüglich Massnahmen einzuleiten, damit das auch künftig nicht mehr geschieht. Dies
meldet die auf Datenschutz spezialisierte Nonprofit-Organisation Noyb. Es geht dabei um Cookies im Produkt
Microsoft 365 Education, mit denen Nutzerverhalten und Browserdaten getrackt werden.
Die österreichische Datenschutzbehörde DSB hat nun entschieden, Microsoft ein Ultimatum für den Cookie-Stop zu setzen: Innerhalb von vier Wochen muss die Massnahme umgesetzt sein. Denn die Praxis des Cookie-Trackings von Schülern ohne Einwilligung verstosse gegen die DSGVO.
Microsoft habe im Rahmen der Untersuchungen versucht, die Verantwortung auf die europäische Tochter in Irland abzuwälzen. Denn Irland ist bekannt dafür, geltendes EU-Datenschutzrecht eher lax umzusetzen, wie Noyb schreibt. Weiter, so die Organisation, könnte der Entscheid der Österreicher nun weiterführende Konsequenzen haben, sowohl in weiteren Bildungseinrichtungen als auch in anderen Organisationen, die Microsoft 365 einsetzen. Denn auch hier haben europäische Datenschutzbehörden bereits schon potenzielle Verstösse gegen Tracking-Vorgaben nach DSGVO festgestellt.
(win)