ICT-Berufsbildung Schweiz will mehr Frauen für ICT-Berufe
Quelle: Amt für Wirtschaft und Amt für Arbeit Kt. Zürich/Digitalswitzerland/ICT-Berufsbildung Schweiz/Taskforce4women

ICT-Berufsbildung Schweiz will mehr Frauen für ICT-Berufe

Mit der Kampagne "Women in Tech" sollen mehr Mädchen und junge Frauen für ICT-Berufe begeistert werden. Die Kampagne läuft mehrstufig bis 2026.
23. Mai 2024

     

Das Amt für Wirtschaft und das Amt für Arbeit des Kantons Zürich, ICT-Berufsbildung Schweiz, Digitalswitzerland und die Taskforce4women haben am Donnerstag über das Projekt "Women in Tech" informiert. Die Kampagne hat zum Ziel, den Gender Gap in den ICT-Berufen zu reduzieren und Frauen sowie Mädchen für Tech-Berufe zu begeistern. "Viele Mädchen und junge Frauen haben ein falsches Bild von ICT im Kopf. Die Berufe sind in der Realität vielseitig, kreativ, flexibel und erfordern zudem ein grosses Ausmass an sozialen Kompetenzen", sagt Elisa Marti, Leiterin Kommunikation und Marketing bei ICT-Berufsbildung Schweiz. Deshalb habe sich der Vorstand von ICT-Berufsbildung Schweiz in der Strategie 2026 vorgenommen, den Frauenanteil im Berufsfeld ICT nachhaltig zu steigern.


Denn: Nur ein Viertel aller IT-Positionen in der Schweiz ist mit Frauen besetzt. Die Gründe sind vielfältig, es geht unter anderem um Vorurteile, den Umgang mit Mutterschaft sowie Lohnungleichheit, wie "Swiss IT Magazine" jüngst berichete. Gerade vor dem Hintergrund des hierzulande so oft beklagten Fachkräftemangels ist der Gender Gap in der Branche ein Thema, das nicht ignoriert werden sollte.
Weitere Aspekte scheinen Emotionen und die Wahrnehmung von Aussen zu sein. Die Kampagne "Women in Tech" stützt sich auf die Ergebnisse einer neuen Studie, die in der gemeinsamen Medienkonferenz präsentiert wurde. In der Neuromarketingstudie (Zutt & Partner) wurde untersucht, wie die ICT-Berufe emotional besser zugänglich gemacht werden können. Eine der Erkenntnisse ist, dass ICT-Berufe mit "unpassenden emotionalen Codes", das heisst Bild- und Textwelten, Farben etc. etabliert und verankert seien. Details zur Studie sind über diesen Link zu finden.


Werkzeugkasten für Lehrbetriebe
Für die Konzeption der Kommunikations-Kampagne hat ICT-Berufsbildung Schweiz eine externe Marketingagentur beauftragt und auch ICT-Lernende werden aktiv involviert. Lernende können Feedback geben, Inhalte selbst herstellen und dienen als Vorbilder, heisst es in einer Mitteilung. Die Kampagne wird mit Hilfe von digitalen Massnahmen in mehreren Phasen bis 2026 laufen. Zusätzlich wird die Webseite optimiert, die Präsenz auf Social Media ausgebaut sowie ein Werkzeugkasten für Lehrbetriebe bereitgestellt. Weitere Informationen für Mädchen und junge Frauen sind unter www.ict-berufsbildung.ch zu finden. (cma)


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