Ransomware bei 60 Prozent der Schweizer Unternehmen

(Quelle: Depositphotos)

Ransomware bei 60 Prozent der Schweizer Unternehmen

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28. April 2022 - Laut einer Studie von Sophos war 2021 eine Mehrzahl von 60 Prozent der Schweizer Unternehmen von Ransomware-Attacken betroffen – gegenüber 2020 eine Steigerung um 14 Prozentpunkte.
Der Security-Spezialist Sophos hat seine jährliche State-of-Ransomware-Studie 2022 veröffentlicht. In der Schweiz waren demnach im Jahr 2021 60 Prozent der befragten Unternehmen von Ransomware betroffen – etwas weniger als der globale Durchschnitt von 66 Prozent, aber massiv mehr als 2020, wo nur 46 Prozent der Befragten von Ransomware-Attacken berichteten. Dem gegenüber hat sich 2021 das durchschnittlich bezahlte Lösegeld um rund 6 Prozent auf 84'052 Franken verringert. Bezahlt haben in der Schweiz 35 Prozent und global 46 Prozent der Unternehmen, deren Daten durch Ransomware verschlüsselt wurden. Dies oft sogar dann, wenn andere Mittel zur Datenwiederherstellung wie externe Backups zur Verfügung gestanden hätten.

Ein Lösegeld von umgerechnet über einer Million US-Dollar hat in der Schweiz 2021 jedoch kein Unternehmen gezahlt – global war dies bei rund 11 Prozent der Fall. In der Schweiz haben allerdings nur 7 Unternehmen konkrete Angaben zu Lösegeldzahlungen gemacht. Umso höher lagen jedoch auch bei Schweizer Unternehmen die Kosten für die Datenwiederherstellung: der durchschnittliche Betrag lag bei 1‘568‘986 Franken und damit höher als im globalen Durchschnitt, der bei 1‘339‘379 Franken lag. Die Wiederherstellung dauerte im Schnitt einen Monat. Satte 93 Prozent der betroffenen Schweizer Unternehmen gaben an, der erfolgreiche Angriff habe ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigt, und 87 Prozent vermerkten, sie hätten durch die Attacke Geschäfts- oder Umsatzeinbussen erlitten.
Immerhin: Sowohl in der Schweiz als auch global verfügen 83 Prozent über eine Cyberversicherung, die Ransomware-Angriffe abdeckt. In der Schweiz zahlte der Versicherer in hundert Prozent der Fälle mindestens einen Teil der mit dem Angriff verbundenen Kosten. Das volle Lösegeld wurde jedoch nur bei 38 Prozent der Betroffenen ersetzt. In den letzten 12 Monaten haben sich die Erfahrungen beim Abschluss einer Cyberversicherung für 94 Prozent der Befragten verändert: Die Versicherer verlangen stärkere Cybersicherheitsmassnahmen, die Policen werden teurer, und es finden sich weniger Anbieter, die überhaupt Cyberversicherungen anbieten.

Der komplette Report State of Ransomware 2022 steht auf der Sophos-Website zum Download bereit. (ubi)

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