Wilmaa neu verpackt

Yallo TV funktioniert via Android-TV-Box solide, Sender werden schnell gewechselt und der TV-Guide (Bild) ist logisch aufgebaut. (Quelle: Yallo)

Wilmaa neu verpackt

(Quelle: Yallo)
6. November 2021 - Wir haben Yallo TV ausprobiert.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/11
Mit Yallo ist im Oktober ein weiterer Provider ins Schweizer TV-Geschäft eingestiegen – ein Schritt, mit dem Yallo zum Vollanbieter mit Mobilfunk-, Internet- und TV-Angebot mutiert. Während jedoch Angebote wie beispielsweise Wingo TV oder Salt TV nur in Kombination mit dem eigenen Internetangebot verkauft werden, geht Yallo einen anderen Weg. Yallo funktioniert mit jedem Internetanschluss unabhängig des Providers – ähnlich wie etwa Zattoo oder Teleboy. Aber: Anders als Zattoo und Teleboy wird Yallo TV mit einer TV Box ausgeliefert, die auf Android TV basiert und die Teil des Angebots ist. Diese Box haben wir getestet.

Yvonne und die «blutte» Android Box

Zwei Dinge fallen beim Öffnen des Pakets, in dem Yallo TV ankommt, auf. Zum ersten das Säckchen mit Gummibärchen als «Belohnung für die erfolgreich installierte TV Box». Und zum zweiten die Tat­sache, dass an der eigentlichen Box nichts an Yallo erinnert – kein Name, kein Logo, nada. Die TV Box trägt laut Paket die Bezeichnung Strong Leap-S1 und ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass sich dieses Gerät auch bei allen gros­sen Schweizer Etailern im Angebot findet – zu Preisen zwischen 80 und 95 Franken. Auch Testberichte zur Strong Leap-­­ S1 finden sich zuhauf, weshalb wir uns hier in erster Linie auf das Testen des Yallo-TV-Erlebnisses beschränken.

Das Einrichten der Box ist ein Kinderspiel: Kurz die Fernbedienung pairen, die Box mit dem WLAN verbinden, ein paar Privacy-Optionen ablehnen (Standort teilen, Android TV verbessern helfen etc.), ein paar Sekunden warten, und schon befindet man sich auf der Android-TV-Oberfläche. Von Yallo TV ist da weit und breit nichts zu sehen. Also nochmals ein Blick zurück in die Verpackung, wo ein Flyer mit dem Titel «Los geht’s» und einem QR-Code für eine Video­anleitung liegt.

Eine nette Avatar namens Yvonne klärt in einem knapp vierminütigen Video unter anderem darüber auf, dass wir ein Google-Konto benötigen, um die Yallo-TV-App herunterzuladen. Wobei sich unweigerlich die Frage stellt, ob es nicht möglich gewesen wäre, diese bereits vorab auf der Box zu installieren, schliesslich hat man ja Yallo TV bestellt und nicht Android TV. Denkbar, dass Google eine Pre-Installation einfach nicht erlaubt. Wirklich elegant ist das Ganze aber trotzdem nicht. In dem Stil geht’s aber weiter.Ist die App im Store einmal gefunden und heruntergeladen, muss das Yallo-TV-Konto nämlich zuerst mit der TV-Box verbunden werden. Dazu muss man einen PIN eingeben, der am TV angezeigt wird, was erst möglich ist, nachdem man sich an seinem Yallo-TV-Konto angemeldet hat, wozu man einen weiteren PIN aufs Mail zugeschickt bekommt, um dann den PIN einzugeben. Alles klar soweit? Eben!

Schade im Zusammenhang mit dem ganzen Inbetriebnahme-Prozedere ist aus­serdem, dass Yallo sich den Versand einer Hardware-Box in unserem Fall theoretisch hätte sparen können, wenn es Yallo TV als App auch für Apple TV (steht unter dem TV) geben würde – tut es leider bislang aber nicht, die Apple-­TV-Version der App folgt erst im Frühjahr 2022.
 
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