In Zug soll Nationales Testinstitut für Cybersicherheit entstehen
Quelle: Zug Tourismus

In Zug soll Nationales Testinstitut für Cybersicherheit entstehen

Die Regierung des Kantons Zug beantragt je einen Kredit für den Aufbau eines Nationalen Testinstituts für Cybersicherheit sowie einer zentralen Security-Anlaufstelle für KMU.
26. August 2021

     

Im Kanton Zug soll das Nationale Testinstitut für Cybersicherheit NTC aufgebaut werden – eine Institution, in der die Sicherheit digitaler Produkte geprüft werden kann. Eine entsprechende Institution fehle der Schweiz bis anhin, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons. Der Regierungsrat wolle den Aufbau dieses Instituts mit 7,55 Millionen Franken unterstützen und beantragt dem Kantonsrat im Rahmen des Programms Zug+ einen entsprechenden Kredit.


Als Kernaufgabe des NTC wird die Prüfung von vernetzten Komponenten auf ihre Cybersicherheit genannt, die im Auftrag von Unternehmen, der Verwaltung und anderen Organisationen wie Hochschulen oder NGOs erfolgen soll. Zu diesem Zweck soll im Kanton Zug eine eigene Test- und Forschungsinfrastruktur aufgebaut und betrieben werden, zudem soll das NTC eng mit den Hochschulen, privaten Anbietern von Sicherheitsprüfungen und internationalen Testzentren zusammenarbeiten. Der Machbarkeitsnachweis sei im Rahmen mehrerer bereits abgewickelter Pilot- Prüfaufträge erbracht worden – unter anderem wurde im Auftrag des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit NCSC die Funktionalität und Sicherheit des Schweizer Covid-Zertifikatsystems geprüft.
Neben dem Kredit für das NTC hat der Regierungsrat des Kantons Zug einen weiteren Kredit in der Höhe von rund 1,4 Millionen Franken für den Aufbau einer zentralen Informations- und Anlaufstelle für KMU rund um Fragen der Cybersicherheit beantragt. Die Stelle soll den Namen ITSec4KMU tragen und helfen, die Widerstandsfähigkeit von Schweizer KMU gegenüber Cyberangriffen zu erhöhen. Eine Aufgabe werde unter anderem sein, KMU zu motivieren, sich mit dem Thema Cybersicherheit auseinander zu setzen, minimale Grundschutzmassnahmen umzusetzen oder diese Dienstleistungen von Drittanbietenden in Anspruch zu nehmen.


Zu den Beweggründen der Cybersecurity-Offensive erklärt der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler: " Wir möchten in diesem Bereich einen wertvollen Input leisten und mit der hiesigen Ansiedlung dieser Institute den Denk- und Werkplatz Zug noch attraktiver machen." Der Ausbau von Kooperationen mit internationalen Cyber-Labors solle die Innovation und Forschung im Crypto Valley dynamisieren. Auch auf die Entwicklung der Hochschule, insbesondere in den Bereichen Technik und Informatik, habe die Errichtung einen positiven Einfluss. Tännler: "Der Kanton Zug verfügt bereits heute über eine sehr hohe IT-Affinität mit einem fast doppelt so hohen Anteil an IT-relevanten Arbeitsplätzen im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt. Die beiden Cybersecurity-Projekte passen thematisch bestens zu den bereits zahlreich angesiedelten Unternehmen der Fintech- und Blockchain-Branche." (mw)


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