DSGVO-Busse an Amazon über 746 Millionen Euro

DSGVO-Busse an Amazon über 746 Millionen Euro

(Quelle: Pexels/Pixabay)
2. August 2021 - Mit einer Busse über 746 Millionen Euro fängt sich Amazon eine der grössten DSGVO-Strafen der Geschichte ein. Die EU-Datenschützer zielen damit nicht auf eine einzelne Datenschutzpanne, sondern auf das Geschäftsmodell an sich.
Die luxemburgische Datenschutzbehörde hat eine Rekordstrafe gegen Amazon ausgesprochen, Kostenpunkt: 746 Millionen Euro. Dies geht aus dem Quartalsbericht von Amazon hervor (via "Standard"), ausgesprochen wurde die Busse bereits Mitte Juli 2021. Die Strafe wurde verhängt, weil Amazon-Nutzer personalisierte Werbung auf der Plattform nicht abschalten konnten, was eine Zuwiderhandlung gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) darstellt.

Amazon wehrt sich gegen die Vorwürfe und kündigte an, in Berufung zu gehen. Man habe keine Daten an Dritte weitergegeben und den Schutz von personenbezogenen Daten nicht verletzt. Weiter stehe die Strafe selbst unter den bestehenden Vorwürfen in keinem Verhältnis. Vonseiten der klagenden Behörde heisst es derweil, dass es eben nicht um eine einzelne Sicherheitspanne gehe, sondern mit der Busse das ganze Werbesystem in seiner heutigen Form bekämpft werden soll, man wolle Big Tech direkt im Herzen treffen. (win)

Kommentare

Dienstag, 3. August 2021 Schweizer Bünzli
das heir gezeigt ist nur die spitze des eisbergs. seit einer guten weile sehen wir ständig die nervenden erklärungen der datenschutzbestimmungen. aber wenn man genau hinsieht, so merkt man, dass man oft gar nicht alles abschalten kann, was man möchte (schaut mal bei google, ein gutes beispiel, sie delegieren es an die cookieeinstellungen des browsers). und was wirklich nervt ist, dass man bei jedem besuch der webseit es wider abwinken muss. das alles ginge auch ohne (bzw. einmalig). die webseitenbetreiber könnten ein einziges cookie setzen, welches die information der persönlichen wahl speichert. aber das wollen die nicht. wenn man nicht allem zustimmt, wird man weiter belästigt damit. die EU tut schritte, aber verfolgt werden sie nicht konsequent bis zum schluss.

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