Was ausgezeichnete Arbeitgeber auszeichnet

Was ausgezeichnete Arbeitgeber auszeichnet

10. Juli 2021 - Cisco Schweiz wurde von Great Place to Work dieses Jahr als Best Large Workplace ausgezeichnet. Einen Sonderpreis gab es ausserdem für SAP und Greenliff. Wir haben mit den drei Siegerunternehmen gesprochen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/07
Bereits zum 13. Mal hat das Institut Great Place to Work heuer wieder die besten Arbeitgeber der Schweiz in den Kategorien Large (mehr als 250 Mitarbeitende), Medium (50 bis 249 Mitarbeitende) sowie Small (20 bis 49 Mitarbeitende) ausgezeichnet. Auf dem ersten Platz in der Kategorie Large steht dabei mit Cisco ein Unternehmen aus der ICT-Branche, während die Kategorien Medium und Small von zwei Unternehmen aus der Biotech- und Pharma-Industrie gewonnen wurden – nämlich Abbvie und Alnylam Sitzerland.

Ganz grundsätzlich muss man festhalten, dass ICT-Unternehmen in diesem Jahr deutlich spärlicher vertreten sind als in früheren Jahren. Unter den 15 klassierten Unternehmen in der Kategorie Large finden sich noch SAP auf Rang 3 sowie Salesforce auf Rang 6. Bei den 17 mittelgrossen Firmen wird einzig Bisnode D&B auf Rang sechs in der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie beziehungsweise Storage & Datamanagement geführt. Und bei den 13 klassierten kleinen Unternehmen landet Proffix Software auf Rang 7, Hosttech auf Rang 8, Greenliff auf Rang 9 und SAS Institute auf Rang 13 (siehe Tabelle). Dass sich weniger IT-Unternehmen unter den ausgezeichneten Unternehmen tummeln, muss aber nicht zwingend damit zusammenhängen, dass diese an Attraktivität verloren haben. So erklärt beispielsweise UMB – 2020 an der Spitze in der Kategorie Large –, dass man nur in geraden Jahren an der Bewertung teilnehme, da der Aufwand für die Teilnahme doch beträchtlich sei. «Aber wenn wir antreten, dann gewinnen wir», fügt Herbert Keller, Brand Activator Content bei UMB, mit einem Augenzwinkern an.

Authentizität, Ausgeglichenheit, Empowerment

Mit der Best-Workplaces-Auszeichnung werden Firmen gekürt, die sich durch Führungsqualität, Vertrauen und Innovationskraft auszeichnen. Die Basis dafür bildet das Feedback von über 16’000 teilnehmenden Mitarbeitenden. Spannend: In diesem Jahr hat Great Place to Work aus diesen 16’000 Rückmeldungen mit Hilfe von Machine Learning drei Komponenten identifiziert, die es braucht, damit ein Unternehmen es an die Spitze des Rankings schafft.

Die Analyse habe gezeigt, dass es unabhängig von Branche und Organisationsgrösse drei Voraussetzungen gibt, um ganz vorne mitzuspielen: Authentizität, Ausgeglichenheit und Empowerment.

Authentizität: Menschen würden Authentizität mit Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Integrität assoziieren, und diese drei Faktoren seien hochrelevant, wenn es um das Schaffen von Vertrauen geht, erklärt Great Place to Work. «Entsprechend kann sich eine Vertrauenskultur erst dann in der gesamten Organisation vollständig entfalten, wenn auch die obersten Führungskräfte die wichtigsten Eigenschaften der eigenen Organisation aufrichtig vorleben.» Die Analyse der Daten habe gezeigt, dass Organisationen, in welchen die Mitarbeitenden die Frage «Die obersten Führungskräfte leben die besten Eigenschaften unserer Organisation vor» mit mindestens 4 von 5 Punkten bewertet haben, zu den oberen 50 Prozent ihrer Kategorie gehören.

Ausgeglichenheit: Hierzu schreibt Great Place to Work, dass Mitarbeitende ihr vollständiges Potential erst dann ausschöpfen können, wenn sie auch die privaten und familiären Herausforderungen meistern können. «Deshalb fungieren flexible Arbeitsvereinbarungen zur Erleichterung der Work-Life Balance nicht nur als instrumentelle Rahmenbedingung, sondern auch als wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung.» Zu diesem Punkt hat die Analyse der Rückmeldungen gezeigt, dass Unternehmen, bei denen nebst Authentizität auch Ausgeglichenheit gegeben ist, zu den Top-30-Prozent des diesjährigen Rankings gehören.

Empowerment: Ein guter Arbeitgeber verstehe es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeitende stetig weiterentwickeln und wachsen können. «Die Basis für ein solches Umfeld bietet eine ausgeprägte vertrauensbasierte Arbeitsplatzkultur. Diese stärkt nicht nur die Bindung zwischen den Organisationen und deren Mitarbeitenden, sondern auch das Kompetenzerleben und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden selbst», heisst es hierzu von den Machern der Umfrage. Die Daten hätten gezeigt, dass sich Organisationen, deren Mitarbeitende die Aussage «Die Führungskräfte vertrauen auf die gute Arbeit der Mitarbeitenden, ohne sie ständig zu kontrollieren» mit mindestens 4,4 von 5 Punkten bewerten, in den besten 15 Prozent ihrer jeweiligen Grössenkategorie wiederfinden.
 
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