Protest gegen Open-Source-Guru Richard Stallman

Protest gegen Open-Source-Guru Richard Stallman

(Quelle: Ruben Rodriguez - https://media.libreplanet.org/u/libreplanet/m/richard-stallman-at-libreplanet-2019-2113/, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79484097)
24. März 2021 - Nachdem Gründer Richard Stallman wieder in den Vorstand der Free Software Foundation berufen wurde, hagelt es Protest aus der ganzen Free-Software-Szene. Er solle sich wegen seiner Äusserungen rund um den Jeffrey-Epstein-Skandal gefälligst komplett zurückziehen.
Richard Stallman, meist RMS genannt, ist – nach seinem Rücktritt im Herbst 2019 ("Swiss IT Magazine" berichtete) – in den Schoss der seinerzeit von ihm gegründeten Free Software Foundation (FSF) zurückgekehrt, und zwar gleich wieder in den Vorstand. Grund für den Rücktritt vor dreieinhalb Jahren waren unpassende Anmerkungen zum Jeffrey-Epstein-Skandal. Dies wiederum ist jetzt der Grund für hunderte von Unterzeichnenden, in einem offenen Brief gegen den Wiedereintritt von Stallman zu protestieren. Das Schreiben fordert indes nicht bloss die definitive Entfernung von Stallman, sondern regt den gesamten FSF-Vorstand zur Demission an.

Zu den Unterzeichnenden des offenen Briefs gehören unter anderem Neil McGovern, Executive Director der Gnome Foundation, OSI-General-Manager Deb Nicholson, das frühere FSF-Vorstandsmitglied Matthew Garrett, sieben von acht Vorständen der X.Org Foundation und Elana Hashman, ihres Zeichens Mitglied im Tech Committee von Debian, in der Open Source Initiative OSI und im Kubernetes-Projekt.

Sie meinen einhellig, dass alle aktuellen Mitglieder aus dem FSF-Vorstand entfernt werden sollten. "Diese Leute haben Richard M. Stallman über Jahre hinweg unterstützt und bevollmächtigt und tun dies mit seiner Wiederaufnahme erneut. Es ist Zeit für RMS, sich aus der Free-Software-, Tech-Ethik-, und Digital-Rights-Bewegung und aus Tech Communities generell zurückzuziehen, denn er ist unfähig, die Führung zu bieten, die wir brauchen." Auch aus der Leitung des GNU-Projekts gehöre er entfernt. Und er solle gefälligst nicht mehr an FSF-Events teilnehmen oder gar sprechen – und auch nicht an Veranstaltungen, die ihn und seine Art von Intoleranz willkommen heissen. (ubi)

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