Grosse Preisunterschiede im Schweizer Mobilfunk

Grosse Preisunterschiede im Schweizer Mobilfunk

(Quelle: Maridav – stock.adobe.com)
9. Dezember 2020 - Zahlreiche Mobilfunk-Angebote sind seit dem letzten Moneyland-Preisvergleich deutlich günstiger geworden. Nach wie vor sind aber riesige Preisunterschiede zwischen den Anbietern zu verzeichnen.
Der Online-Vergleichsdienst Moneyland hat die Schweizer Handytarife im Dezember 2020 unter die Lupe genommen – Abonnemente und Prepaid-Angebote – und stellt fest, dass auch dieses Jahr weiterhin markante Preisdifferenzen zwischen den Providern bestehen. Insgesamt gebe es über 150 Angebote, hält Moneyland fest. Dies überfordere die Konsumenten und führe dazu, dass sie einen Wechsel eher scheuen.

Ralf Beyeler, Telekom-Experte von Moneyland, hat die Abo- und Prepaid-Angebote anhand der vier Profile Wenignutzer, Normalnutzer, Daten-Normalnutzer und Vielnutzer analysiert. Bei den Wenignutzern (pro Monat fünf Telefonate von 2 Minuten Dauer und 200 MB Daten) ist das Prepaid-Angebot von Coop Mobile mit 51 Franken Gesamtkosten im ersten Jahr das günstigste. Auf dem zweiten Platz liegt Yallo Prepaid (60 Franken), den dritten Rang belegt die Salt-Marke Das Abo (74 Franken). Mit unter hundert Franken pro Jahr kommen Wenignutzer auch bei Lidl Connect, Talktalk, Salt, M-Budget Mobile und Swisscom durch. Im Vergleich zu 2019 sind die meisten Angebote deutlich günstiger geworden. Aktionsangebote haben wir in diesem Artikel übrigens nicht berücksichtigt, im Online-Preisvergleich sind sie jedoch enthalten.

Ein Normalnutzer telefoniert im Monat 30 Mal im Schnitt drei Minuten lang und bezieht 2000 MB Daten. Hier liegt das Prepaid-Angebot Aldi Suisse Mobile mit 169 Franken im ertsten Jahr auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Mucho Prepaid (220 Franken) und Talktalk Prepaid (235 Franken). Dahinter kommen die Abos von Talktalk, UPC, Lidl und Digitec mit Preisen bis 300 Franken. Die Abos von Salt, Swisscom und Sunrise sind mit zwischen 478 und 600 Franken massiv teurer. Im 2019er-Vergleich fahren Normalnutzer durchschnittlich 51 Franken pro Jahr oder 23 Prozent günstiger. Einige Anbieter seien hier aber teurer geworden, so etwa M-Budget Mobile mit einer Preissteigerung von 41 Prozent.
Daten-Normalnutzer übertragen 2000 MB im Monat und telefonieren praktisch nicht. Diese Kategorie profitiert am meisten bei Mucho Prepaid (135 Franken im ersten Jahr), bei Quickline (167 Franken) und bei Aldi Suisse (169 Franken). Deutlich kostspieliger sind die Prepaid-Angebote von Das Abo, Yallo, Lidl Connect und Coop Mobile. Diese kosten zwischen 225 und 250 Franken. Bei den beiden günstigsten Varianten habe es seit 2019 keine Preisänderung gegeben, bei den Abos von Sunrise, Swisscom, und Lebara zahle der Daten-Normalnutzer heuer jedoch viel weniger.

Der Vielnutzer möchte gemäss Moneyland-Kategorisierung möglichst viel telefonieren und surfen. Dementsprechend kommen hier nur unlimitierte Angebote infrage. Das Flatrate-Abo von Lidl ist mit Kosten von 408 Franken im ersten Jahr am günstigsten. Die Silbermedaille geht an Yallo Swype (468 Franken), Bronze heimst Sunrise Prepaid mit 480 Franken ein. Dahinter folgen Wingo Prepaid 480 Franken), ein Digitec-Abo zu 588 Franken und Yallo Prepaid mit 600 Franken. Im Vergleich zum Mai 2019 kostet das günstigste Angebot jetzt 71 Franken oder 15 Prozent weniger. Zudem offerieren viele Anbieter, darunter Lidl, Coop Mobile, Digitec und Talktalk, neu eine Flatrate. Der interaktive Online-Handytarifvergleich von Moneyland steht unter moneyland.ch/de/handy-abo-vergleich zur Nutzung bereit. (ubi)

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