Twitter: Unzählige Promi-Accounts gehackt

Twitter: Unzählige Promi-Accounts gehackt

16. Juli 2020 - Twitter ist von einem in dieser Form noch nie gesehenen Hack betroffen. Über Accounts von Prominenten wurden User aufgefordert, Bitcoins zu senden, mit dem Versprechen, diese würden doppelt zurückgezahlt. In den Hack involviert soll ein Twitter-Mitarbeiter sein.
(Quelle: Twitter (via "The Verge"))
Auf Twittter sind auf Accounts zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten in den letzten Stunden dubiose Nachrichten aufgetaucht. In diesen Nachrichten wird versprochen, dass Bitcoin-Zahlungen doppelt zurückgezahlt würden. In der Regel hiess es in den Tweets der meist vermögenden Prominenten, dass sie sich angesichts der Covid-19-Pandemie grosszügig zeigen wollten. Vom Hack betroffen waren unter anderem die Accounts von Bill Gates, Elon Musk, Jeff Bezos, Ex-Präsident Barack Obama, US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden, Michael Bloomberg oder Kanye West sowie auch einzelne Firmen-Accounts wie die von Apple oder Uber. Meist wurden die Accounts dann rasch gesperrt und waren kurz darauf ohne die dubiosen Nachrichten wieder online. Berichten zufolge sollen nichtsdestotrotz Tausende von Dollar an die in den Fake-Nachrichten genannten Bitcoin-Accounts überwiesen worden sein. "Techcrunch" spricht von mehr als 100'000 Dollar.

Twitter verspricht, den schweren Sicherheitsvorfall zu untersuchen. Twitter-Boss Jack Dorsey erklärte in einem Tweet, dies sei ein harter Tag für Twitter. Sobald man ein besseres Verständnis davon habe, was passiert sei, werde man die Öffentlichkeit informieren. Über den Twitter-Support-Account ist inzwischen zu lesen, dass es sich beim Hack um eine koordinierte Attacke handelte, für die sich die Hacker über Twitter-Mitarbeiter Zugriff auf interne Systeme und Tools verschafft hätten.


Die Plattform "Motherboard" will über einen der Hacker erfahren haben, dass ein Twitter-Mitarbeiter in den Hack involviert war und für seine Mitarbeit bezahlt worden ist. Diese Behauptung wird auch mit Screenshots untermauert. (mw)

Kommentare

Samstag, 18. Juli 2020 schweizerli
Na, Gott sei Dank! Schön wäre, wenn auch ein Donald Trump sich daraus verabschieden würde. Wir brauchen so etwas doch gar nicht!

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