Firewalls schützen das Nervensystem des Unternehmens

Firewalls schützen das Nervensystem des Unternehmens

7. Dezember 2019 - Ist das Netzwerk erst einmal kompromittiert, läuft ein Unternehmen Gefahr, wichtige Daten oder gar seine Existenzgrundlage zu verlieren. Firewalls kommt die Aufgabe zu, die Einfallstore zum Netzwerk gegen Angreifer zu sichern. Wir präsentieren zehn aktuelle Modelle unter 2000 Franken.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12
Vergleichstabelle von zehn Firewalls: Barracuda Cloudgen Firewall F80B, Check Point 1550 Security Appliance, Cisco Firepower 1120, Lancom R&S UF-200, Palo Alto Networks PA-220, Securepoint RC 100, Sonicwall TZ 350 Wireless-AC, Sophos XG Firewall / XG 125, Watchguard T35-W, Zyxel Zywall ATP100 (Quelle: SITM)
Netzwerke sind das Nervensystem eines Unternehmens, über das Informationen übermittelt und verteilt werden. Angriffe auf dieses Nervensystem können im schlimmsten Fall dazu führen, dass der gesamte Organismus versagt, sprich das Unternehmen operativ lahmgelegt wird. Der Schutz des eigenen Netzwerks ist deshalb von grösster Wichtigkeit.

Anzahl und Schlagkraft der Angriffe wächst

Um die Einfallstore zu sichern macht es Sinn, je nach Komplexität des Netzwerks eine oder mehrere Firewalls einzusetzen. Dabei spielt die Grösse des Unternehmens keine Rolle: "Der Einsatz einer professionellen Firewall ist grundsätzlich für Unternehmen jeder Grösse empfehlenswert. Auch wenn ein vollumfängliches Sicherheitskonzept verschiedene Massnahmen erfordert, die zusammen bestmöglichen Schutz bieten, ist die Firewall immer die zentrale Komponente der Netzwerksicherheit", so Stefan Schachinger, Product Manager Network Security bei Barracuda Networks und weiter: "Firewalls können eine Vielzahl von Angriffen, etwa durch Schadsoftware oder gezieltes Hacking, abwehren und interne Ausbreitungen verhindern. Aber auch in puncto Konnektivität bieten moderne Lösungen grosse Vorteile gegenüber einfachen Routern, die gerade bei Kleinunternehmen noch allzu oft vorzufinden sind. Zu den Aufgaben einer Firewall gehört nicht nur, Netze voneinander zu trennen, sondern diese auch zu verbinden."
Fest steht: Die Zahl und Intensität von Cyberangriffen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. "Die Schäden werden immer grösser; bei jedem Sicherheitsvorfall beläuft sich der Schaden laut der Studie Cybersecurity Special Report Small and Midmarket Business vom letzten Jahr auf über eine halbe Million Franken", sagt Bremtane Moudjeb, Head of Cyber Security bei Cisco. Dennoch wird gemäss Sonja Meindl, Country Manager Schweiz und Österreich bei Check Point, in vielen Firmen noch zu wenig dagegen unternommen: "Die grösste Bedrohung für viele Firmennetzwerke ist immer noch das fehlende Gesamtkonzept zum Thema Cybersecurity. Das umfasst zum einen die eingesetzten Technologien – da hinken viele Kunden den Möglichkeiten stark hinterher. Aber auch die richtige Gesamtarchitektur, die Backup-Strategie, die Integration von neuen Business-Anforderungen wie Cloud, IoT, Mitarbeiter-Awareness und ein Szenario für den Worst Case – also einen erfolgreichen Angriff – gehören dazu."
 
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