5G hat ein Energieproblem
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5G hat ein Energieproblem

5G hat ein bisher eher wenig bekanntes Problem: Die Technologie ist ein massiver Stromfresser – sowohl bei Endgeräten wie auch bei der Infrastruktur. Die Industrie sorgt sich derweil um Optimierungslösungen.
1. August 2019

     

Der 5G-Ausbau wird derzeit weltweit vorangetrieben, die Schweiz spielt dabei eine bedeutende Vorreiterrolle ("Swiss IT Magazine" berichtete). Wie "Winfuture" mit Bezug auf die Funk-Forschungsabteilung des Hard- und Softwareherstellers National Instruments berichtet, hat 5G ein sehr relevantes, aber kaum genanntes Problem: Der Energieverbrauch wird sowohl bei den Endgeräten wie auch bei den Sendeinfrastrukturen massiv ansteigen.


Man glaube nicht, dass die Netzbetreiber bereits verstehen würden, welche Auswirkungen 5G etwa auf Akkulaufzeiten habe, so ein Sprecher von National Instruments. Wie diese genau aussehen werden, ist bisher noch schwer einzuschätzen, aber gerade bei Einsteiger- oder Midrange-Modellen mit weniger leistungsfähigen Akkus als in Flaggschiff-Modellen könnten diese gravierend sein. Bei der Infrastruktur hingegen haben Experten eine Verdreifachung des Energieverbrauchs von 5G-Anlagen im Vergleich zu den 4G-Vorgängern gemessen. Zusätzlich benötigt das 5G- mehr Antennen als das 4G-Netz, was den Energieverbrauch noch weiter in die Höhe treiben wird. Aus diesen Gründen, heisst es weiter, werde in der Industrie derzeit mit Hochdruck an Optimierungsmassnahmen gearbeitet, da der Anstieg des Stromverbrauch als eine Gefährdung für die Verbreitung von 5G angesehen wird. (win)



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Kommentare
Technologieschritte sind das Eine. So hat ursprünglich ein analoger Telefonanschluss weniger als 1 Watt Leistung benötigt, durch die Digitalisierung nun ein Mehrfaches davon. Viel schlimmer m.E. ist aber die Abkehr vom Broadcasting hin zum Streaming. Das nun abgeschaltete DVB-T war um Faktoren (möglicherweise um Potenzen) energieeffizienter, vor allem wenn bei Grossanlässen alle zur gleichen Zeit dasselbe schauen. Das Vermischen von Broadcasting und Individualkommunikation sollte vielleicht doch überdacht werden?
Freitag, 2. August 2019, Daniel Berner



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