Facebook ist nicht mehr die beliebteste Social-Media-Plattform unter den Jugendlichen
Quelle: ZHAW

Facebook ist nicht mehr die beliebteste Social-Media-Plattform unter den Jugendlichen

Statt zu telefonieren, tauschen sich die Jugendlichen heute vermehrt über soziale Nachrichtendienste wie Facebooks Messenger aus. Allgemein sind die Jugendlichen immer länger online. Dies wirkt sich allerdings nicht negativ auf die Ausübung ihrer non-medialen Freizeitaktivitäten aus.
9. November 2016

     

Die aktuelle James-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Swisscom, für die mehr als 1000 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren befragt wurde, zeigt: Jugendliche sind immer länger online. Demnach surfen sie täglich gut zweieinhalb Stunden, am Wochenende sind es sogar drei Stunden und 40 Minuten. Diese Entwicklung hänge unter anderem damit zusammen, dass heutzutage fast jeder Jugendliche über ein Smartphone verfüge und ein Flatrate-Abo beziehe.


Dies wiederum wirke sich auf die Kommunikation der Jugendlichen aus. Während früher noch öfter telefoniert wurde oder SMS verschickt wurden, weichen die Jugendlichen heute vermehrt auf den Austausch über soziale Medien aus – 97 Prozent der Befragten sagten beispielsweise aus, täglich über Facebook Messenger zu kommunizieren.

Zum ersten Mal seit der ersten Erhebung im Jahre 2010 wurde Facebook selbst aber vom Social-Media-Thron gestossen. Mit nur noch 62 Prozent hinkt das soziale Netzwerk Instagram (81%) und Snapchat (80%) in der Beliebtheits-Skala hinterher. Auch werde die Plattform nur noch von 55 Prozent genutzt. Michael Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter von Swisscom, stellt aber klar, dass dies nicht auf eine Abwanderung zurückzuführen sei, sondern vielmehr mit einer neuen User-Generation zu tun habe. So seien es vor allem die 12- bis 15-Jährigen, die sich auf anderen Plattformen tummeln.


Die Ausübung der non-medialen Freizeitaktivitäten bleibt derweil trotz steigender Mediennutzung nach wie vor stabil. So treffen sich die Jugendlichen zu 76 Prozent weiterhin mit Freunden und treiben zu 66 Prozent regelmässig Sport. Die detaillierten Ergebnisse der James-Studie findet man auf der Website der ZHAW. (af)



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