Intels neuer Passwortdienst True Key nutzt biometrische Merkmale

Intels neuer Passwortdienst True Key nutzt biometrische Merkmale

9. Januar 2015 - Der neue Passwortdienst True Key von Intel erlaubt es Anwendern, Passwörter in der Cloud zu hinterlegen, um Login-Formulare automatisch ausfüllen zu lassen. Der Zugang zum Dienst muss dabei durch biometrische Merkmale autorisiert werden.
Intels neuer Passwortdienst True Key nutzt biometrische Merkmale
(Quelle: Intel)
Intel hat neben dem Compute Stick und dem Wearable-Modul Curie nun zusätzlich auch noch einen neuen Passwortdienst vorgestellt. Der True Key genannte Dienst erlaubt es Anwendern, ihre Zugangsdaten für bestimmte Plattformen in der Cloud zu hinterlegen. Dies ermöglicht es dem Cloud-basierten Dienst wiederum, Anmeldeformulare automatisch für Nutzer auszufüllen. So brauchen sich die User ihre Passwörter nicht mehr selbst zu merken. Intel versichert, dass die gespeicherten Passwörter jeweils mit AES-256 verschlüsselt werden.


Um den automatischen Anmeldevorgang zu autorisieren, muss sich der Anwender jeweils mithilfe von biometrischen Merkmalen identifizieren. Dabei kommt neben einem Fingerabdruck beispielsweise auch ein Webcam-Schnappschuss in Frage. Die Nutzer können sich bei True Key aber auch durch weitere Sicherheitsfunktionen vor unberechtigten Zugriffen schützen, indem sie beispielsweise ihr Smartphone miteinbeziehen. Verknüpfen sie dieses mit ihrem True-Key-Konto, so werden sie beim Einloggen jeweils dazu aufgefordert, über das Handy zu streichen. Alternativ kann auch die Eingabe eines Masterpasswortes als Option gewählt werden.
True Key ist noch nicht marktreif, soll aber bei der Veröffentlichung sowohl Windows und Mac OS X als auch Android und iOS unterstützen. Zudem sei bereits klar, dass das Sichern von bis zu 15 Passwörtern kostenlos ist. Um mehr Speicherplatz zu ergattern, wird das Unternehmen vermutlich Empfehlungssysteme einführen. Ausserdem sollen die Nutzer die Gelegenheit erhalten, einen Premium-Zugang für 20 Dollar pro Jahr oder 2 Dollar pro Monat zu lösen. Nutzer können sich hier bereits auf eine Warteliste setzen lassen.

Einem Bericht von "Heise" zufolge will Intel den Dienst aber nicht nur für Login-Formulare verwenden. Stattdessen überlege sich das Unternehmen, den Dienst auch zu nutzen, um Haustüren oder Autotüren zu entriegeln. Intel sei hierzu noch auf der Suche nach Partnern. (af)

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